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Siegmar Grünewald berichtet aus Jersey (England)

Die Entscheidung:

Ich hatte wieder einmal dieser seltenen aber dann um so wichtigeren Gelegenheiten, beruflich Englisch sprechen zu müssen...

Nach diesem Tag entschied ich mich, einen Englischkurs in einem Englischsprachigen Land zu absolvieren.

Was lag da näher, als nach England zu fliegen und dort in eine Schule zu gehen, die auf Sprachreisen für Erwachsene spezialisiert ist.

Ich dachte an eine kombinierte Reise, bei der ich am Vormittag ’ein wenig’ Theorie aufgefrischt bekam und am Nachmittag und Abend mit der einheimischen Bevölkerung, also den ’native speakern’ meine Englische Konversation in der Praxis trainieren konnte.

Die Suche:

Also surfte ich durch das Internet, um nach einem Veranstalter zu suchen, der so etwas anbot. Dabei entdeckte ich, dass es auf Jersey eine entsprechende Schule gibt. Von Jersey, dieser netten kleinen Insel im Ärmelkanal hatte ich schon gehört, dass es dort vom Klima und der Vegetation her sehr schön sein solle.

Nun kam also noch ein dritter Aspekt hinzu, URLAUB.

Die Buchung:

Ich entdeckte zwei Veranstalter, die Jersey als Erwachsenen-Sprachreise im Programm haben.

Nach einigem Vergleichen der Angebote in Bezug auf das Preis/Leistungsverhältnis und der Qualität des Services fiel meine Entscheidung auf iSt-Sprachreisen. Die Abwicklung der Buchung ging absolut reibungslos vonstatten und schließlich hielt ich meine Reiseunterlagen in der Hand und die Vorfreude wurde immer größer. Dann war es soweit, am Sonnabend in der Früh, fuhr ich zum Flughafen, checkte ein und hob ab in eine andere Welt.

Die Ankunft:

Nach einem kurzen Zwischenstop in London-Gatwick und Umsteigen in die Maschine nach Jersey war ich am Ziel. In der Ankunftshalle entdeckte ich sofort einen Mann ca. in meinem Alter, der ein Schild mit meinem Namen hoch hielt. Ich ging auf ihn zu, wir begrüßten uns sehr freundlich und das Englischsprechen begann, ’gnadenlos’. Ich hatte meine Unterkunft in einer Gastfamilie gebucht und nicht in einem Hotel, um genau das zu tun, nämlich von Anfang an, mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen und ohne Umschweife in Englisch über ’Gott und die Welt’ zu sprechen. Es war Tony, der mich abholte und mich nun zu seinem Haus fuhr in dem ich ein kleines Zimmer in Beschlag nahm. Dort wurde ich ganz herzlich auch von Alice begrüßt, Tonys Ehefrau.

Das waren Sie nun also, Alice und Tony meine ’host-family’.

Die host-family:

Nachdem ich meinen Koffer ausgepackt hatte und mich etwas frischgemacht hatte, wurde ich ins Wohnzimmer gebeten und bekam eine Erfrischung gereicht. Nun begann das ’Ausfragen’ und das ’ausgefragt werden’, was sehr amüsant war und man sich ein wenig kennenlernte. Da ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich Raucher bin und ich in den Reiseunterlagen bereits darüber informiert war, dass ich in einer Nichtraucherfamilie weile, fragte ich, ob ich auf den Balkon gehen dürfe, um eine Zigarette zu rauchen. Kein Problem sagte Tony und er improvisierte einen Aschenbecher, der ein Keramik-Blumenuntersetzer war. Er begleitete mich auf den Balkon, wir setzten uns auf die gepolsterten Gartenstühle und er zeigte mir seinen ganzen Stolz, seine Rosen, die liebevoll gepflegt auf dem Balkon in netten Blumenkübeln arrangiert waren.

Dieser Platz wurde mein Lieblingsplatz, ich konnte rauchen, mich mit Tony und Alice unterhalten und den Sonnenuntergang genießen.

Die ersten Eindrücke:

Am Nachmittag dann luden mich meine Gasteltern ein, mit dem Auto eine kleine Entdeckungstour zu unternehmen, damit ich die nähere Umgebung kennenlernen konnte. Sie zeigten mir die Schule in St. Aubin und danach fuhren wir in die Stadt nach St. Helier. Tony hatte eine super Idee, ich könne mir bei dem schönen Wetter doch ein Fahrrad mieten und wäre somit mobil und von den Bussen usw. unabhängig. Wir steuerten dann gleich eine nahegelegene Fahrradvermietung an und Tony machte für mich einen guten ’Kurs’ aus. Sie zeigten mir noch den Weg zur Innenstadt und dann gingen beide noch Einkaufen und ich erkundete die Innenstadt. Ich flanierte ein wenig umher und dann zog ich erst einmal am nächsten Geldautomat bares, damit ich das Fahrrad mieten konnte und ’flüssig’ war. Nachdem ich mir dann bei der Fahrradvermietung einen recht neuen fahrbaren Untersatz ausgesucht hatte und die Formalitäten erledigt hatte, war ich nun entsprechend mobil und mir stand ein entsprechender ’Aktionsradius’ offen.

Ich erkundete noch einmal den Weg zur Schule und fuhr dann zurück in meine Unterkunft, denn es war bereits Zeit zum Abendessen.

Das Essen:

Auf dem Hof vor dem Haus war Tony bereits damit beschäftigt, den Grill anzufeuern, denn es sollte Barbecue geben. Das war natürlich wieder eine positive Überraschung, denn bezüglich Englischer Küche hat man ja so seine Vorurteile. Es gab Burger und Steaks und dazu schönen frischen Salat. Auch in den nächsten Tagen wurde ich immerwieder positiv von Alice’s Kochkünsten überrascht.

Es gab eine leichte Küche mit etwas Fleisch oder Fisch und viel Salat und Gemüse – genau nach meinem Geschmack.

Die Insel:

Da ich ja bereits am Samstag angereist war und die Schule erst am Montag begann, hatte ich den Sonntag zur freien Verfügung. Nach dem Frühstück, welches Alice auf meinen Wunsch hin übrigens mit Rührei krönte, stieg ich auf mein Fahrrad, um die Südküste zu entdecken und unternahm eine Foto-Safari. Schließlich wollte ich ja auch für meine Freunde zu Hause dokumentieren, wie schön die Insel ist. Zwischendurch sonnte ich mich auch noch am Strand und genoss das warme, angenehme Meer.

Die Schule:

Am Montag früh war es dann Zeit, die Schule kennenzulernen.

Ich radelte also zur Schule, schloss mein Fahrrad am Schulzaun fest und betrat die Räumlichkeiten. Da ich wusste, dass die erste offizielle Handlung ein Einstufungstest sein sollte, fragte ich mich durch und fand mich in einem Raum ein, in dem bereits ca. 15 Personen an den Tischen saßen und der Dinge harrten, die da kommen sollten. Sue, unsere Lehrerin betrat den Raum, begrüßte uns und dann veranstalteten wir erst einmal eine kleine Vorstellungsrunde. Das war natürlich der erste Test, um festzustellen, wer bereits sprachlich wie weit war. Dann bekamen wir einige Blätter Papier auf denen wir zu verschiedenen Themen die grammatikalisch richtigen Antworten ankreuzen mußten. Am Ende bekamen wir noch ein Blatt auf dem wir unsere Wünsche und Erwartungshaltungen an den Kurs frei formulieren sollten. Nach 90 Minuten, war Pause und Sue zog sich zurück, um die Fragebögen auszuwerten.

Nun war endlich Zeit, den Kontakt mit den Kommilitonen aufzunehmen. Während der Begrüßungsrunde hatten wir ja schon festgestellt, dass wir aus den unterschiedlichsten ’Ländern’ kamen, aus Frankreich, aus Österreich, aus der Schweiz, aus Niedersachsen, aus Bayern, aus Nordrhein Westfalen, aus Baden-Württemberg usw.. Also fast vollständige Deutschsprachige Präsenz. In diesem Moment fand ich das etwas Schade, denn natürlich sprachen wir in den Pausen Deutsch, aber auch Englisch und manchmal sogar ein wenig Französisch. Die Lehrer ’ermahnten’ uns mit einem lieben Augenzwinkern natürlich immerwieder dazu, Englisch zu sprechen, bis auf Sue, die es glaube ich wirklich ernst gemeint hat, denn sie war, wie sich später herausstellte, diejenige, die auch für die Ausbildung der Lehrer selbst zuständig war. Und natürlich hatte sie bezogen auf den Lernerfolg absolut recht aber ich und auch die Mitschüler fanden es einfach entspannender in den Pausen Deutsch zu sprechen und so viel besser die Kommilitonen kennenzulernen.

Nach der Pause versammelten wir uns dann noch kurz in dem vorherigen Raum und wurden dann in einzelne Gruppen eingeteilt, die eine entsprechende Homogenität des Englischsprechens der Mitglieder darstellte. Die Gruppen waren maximal 5 Mitglieder stark, was es sehr gut ermöglichte, sich einzubringen und auch von dem entsprechenden Lehrer gefordert und gefördert zu werden.

Erst nach ein paar Tagen erkannte ich das Grundmuster des Kurses. In den ersten zwei Vormittagsstunden wurde primär das Hör- und Verständnissvermögen trainiert, was sich z.B. derart gestaltete, dass uns Graham von der Geschichte und Kultur Irlands erzählte und wir Verständnisfragen usw. stellen konnten. Danach fragte er uns gezielt nach den Inhalten seiner Erzählungen. In den zwei folgenden Vormittagsstunden nach der Pause war es genau umgekehrt. Sue ließ z.B. verschiedene Gesellschaftspolitische Themen und unsere Ansichten und Meinungen darüber erörtern. Da die Geschichten und Themen durchweg sehr interessant waren, verging die Zeit wie im Fluge und man merkte gar nicht, wie gut man Englisch lernte, sowohl auf der Verständnisebene als auch auf der Artikulationsebene.

Nach den zweiten 90 Minuten Unterricht strömten beinahe alle Schüler und Lehrer auf den Pausenhof zur Mittagspause und man verspeiste diskutierend, sein von den Gastfamilien vorbereitetes Lunchpaket.

Nach der Mittagspause begaben sich die meisten der Mitschüler die ich bisher kennengelernt hatte wieder zum Unterricht, der in der Regel dann aus Einzelunterricht also ein Schüler und ein Lehrer oder größerem Gruppenunterricht bestand. Ich selbst hatte ja einen zweiten Schwerpunkt gewählt, nämlich Urlaub auf Jersey.

Urlaub:

Mit meinem Fahrrad fuhr ich den Weg weiter jenseits der Schule, denn man hatte mir von einem Leuchtturm erzählt, der im Meer steht und einen wunderbaren Anblick darstelle.

Ein wunderschöner Fahrradweg, eine ehemalige Eisenbahnroute, war hergerichtet worden, um dorthin zu gelangen. Etwas bergauf aber nicht mühsam, vorbei an einem Golfplatz machte ich einen Abstecher an eine atemberaubende Steilküste und erreichte schließlich den Leuchtturm. Wirklich beeindruckend mit einem kleinen Pfad durch das Meer und bei Ebbe zu überqueren konnte man den Leuchtturm erreichen. Auf einer Bank konnte man gemütlich sitzen und beobachten, wie der Pfad langsam vom Meer überspült wurde. Später wurde mir dann noch erzählt, dass man dort einen wunderbaren Sonnenuntergang beobachten kann. Auf dem Rückweg machte ich eine kleine Rast unter einem Baum und schaute mir auf der Karte an, wo ich genau war. Ein älterer Herr, wie er mir erzählte 84 Jahre alt, mit seinem Hund Fudge, ging des Weges und sprach mich an, ob ich mich verirrt hätte und er mir den Weg weisen könne. Wir kamen ins Gespräch und schweiften über Themen wie die Deutsche Besatzung von Jersey während des zweiten Weltkriegs, über die heute wunderbaren Nationen wie England und Deutschland und deren Freundschaft, über sein und mein Alter und unsere Rolle und Verantwortung in dieser Welt. Es war ein sehr freundliches und angenehmes Gespräch und ich erfuhr sehr viel über die trotz der unrühmlichen Deutschen Vergangenheit so positiv gesehenen Deutschen. Nachdem wir uns mit den besten Wünschen verabschiedet hatten, begab ich mich auf den Weg nach Hause zu meiner Gastfamilie zum Abendessen.

Und sonst so:

Mit jedem Schultag lernte ich immer mehr Mitschüler und auch die Lehrer immer besser kennen und auch die Schule bot einige Nachmittags- und Abendveranstaltungen an. So machten wir z.B. einen Nachmittagsausflug in das unterirdische Hospital, welches die Deutschen Besatzer während des Krieges in den Berg treiben ließen. Oder wir trafen uns abends im Posthorn, einem urigen Pub, wo wir einige Pints tranken und John, einer der Teacher, Witze erzählte. In das Smugglers Inn wurden wir z.B. mit dem Schulbus von Rudi, einem anderen Lehrer kutschiert, wo wir ausprobieren konnten, was á la carte so angeboten wird. Anschließend fuhr er uns in die Stadt nach St. Helier wo wir in’s Liqid zum ’Abtanzen’ gingen.

Da ich ein passionierter Biertrinker bin, baldowerte ich außerdem ein nettes Pub (das Devonshire) gleich um die Ecke meiner Unterkunft aus, wo ich mich “unter’s Volk mischen“ konnte. Dort kam ich beispielsweise mit Ronald aus Schottland ins Gespräch, der bereits 20 Jahre auf Jersey lebt und einen Dachdeckerbetrieb hat. Wir unterhielten uns natürlich über’s Dachdecken.

Oder im 'La Fregate' sitzen, einen Drink nehmen und den Paddle Ducks beim durchfahren der See zuschauen.

Und das Meer und der breite feinsandige Strand lockte täglich zum Sonnenbaden und ’abhängen’ oder zum Jet-Ski fahren, mit diesen abgefahrenen Wasser-Motorrädern.

Liebe Menschen:

Besonders denken muss ich an:

* Alice und Tony, meine Gasteltern,

* John, Rudi, Sue und Graham, die Lehrer,

* Raphael aus Frankreich,

* Anna aus Spanien,

* Carla aus Costa Rica,

* Simone aus Braunschweig,

* Jana und Frank aus Düsseldorf,

* Frieda aus Köln,

* Michaela aus Österreich,

* Sonja aus Lengries,

* Astrid aus Rügen,

* Wolfgang aus Bonn,

 * Natascha aus Stuttgart.

Fazit:

Wetter gut, Essen gut, Schule gut, Leute gut, Landschaft gut, Freizeit gut, ALLES GUT.

Sehr empfehlenswert.

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