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Haris A. berichtet aus London/Hampstead (England)

Erfahrungsbericht London Hampstead

In London war ich zum ersten Mal in der Zeit von Ende Juli bis Anfang August 2014 und es war eine schöne und unvergessliche Zeit. Die ersten zehn Tage habe ich mit meinem Partner verbracht, der London sehr gut kannte und der mir die meisten wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt gezeigt hat. So war ich in der zweiten Hälfte meines Urlaubs, die ich alleine bei meiner Gastfamilie verbracht habe, sehr entspannt und konnte mich auf das Lernen und aufs Genießen konzentrieren.  

London ist eine tolle und pulsierende Stadt, und alle, die es groß, bunt und laut mögen, werden hier auf ihre Kosten kommen. Da ich selbst aus einer Großstadt komme, war mir vieles in London bekannt. In meinen zwei Wochen, die ich in der Sprachschule in Hampstead verbracht habe, habe ich deswegen gezielt viele ruhigere Ecken und Viertel, Parks und Gärten der Stadt entdeckt und kam so voll auf meine Kosten. Toll in London fand ich seine freundlichen und geduldigen Menschen, kleine Stadtteilbücherhallen, viele Museen, seine indischen und arabischen Restaurants, Shoreditch mit seiner alternativen Szene, Bootsfahrten an der Themse, Little Venice, viele italienische und französische Cafés, Primrose Hill, Kew gardens und Hampstead Heath, in dessen Nähe sich auch meine Sprachschule befand. Weniger schön in London fand ich seine überfüllten Parks und Straßen wie Oxford Street, seinen langsamen Tubeverkehr und lange Fahrten durch die Stadt, sehr hohe Preise, Camden Market, Brixton, sowie pappigen Fisch und halbfritierte Chips. Doch, das sind auch die wenigen Ausnahmen.

Mein erster Schultag in London war an einem Montag. Erst einmal machten wir einen Einstufungstest, der in zwei Stunden auch absolviert war. Er bestand aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Im schriftlichen Teil mussten wir die richtige Antwort ankreuzen und im mündlichen Teil hatten wir mit Sally, der sympathischen Schuldirektoren gesprochen. Nach ca. zwei Stunden wussten wir, auf welcher Stufe wir eingestuft sind. Mein Kurs, in dem ich untergebracht war, war sehr nett und bestand aus 14 Teilnehmern aus Japan, Korea, Italien, Türkei, Ungarn, Russland, Frankreich, der Schweiz und Deutschland. Alle Teilnehmer kamen regelmäßig in den Kurs, waren aktiv im Unterricht und sehr nett im Umgang. Eine Überraschung für mich war allerdings die Tatsache, dass die meisten zwischen 20 und 25 Jahre alt waren und ich mit Mitte/Ende 30 zu wenigeni älteren Teilnehmern gehört. Das hat mich und die anderen Teilnehmer aber auch nicht gestört, wunderbare Kontakte zu knüpfen und sich miteinander nett auszutauschen. Da ich selbst Fremdsprachen unterrichte, weiß ich, worauf es im Fremdsprachenunterricht ankommt, und konnte so meinen Kursleiter nicht nur aus der Perspektive des Teilnehmers sondern auch aus einer kollegialen Perspektive betrachten. Steve aus Neuseeland, mein Lehrer also, war top! Er war sehr nett und entspannt im Umgang, hatte eine klare Aussprache, großen Wortschatz, gute und prägnante Erklärungen und, was ganz wichtig in diesem Job ist, ganz viel Geduld. Minus ist vielleicht, dass er manchmal zu unverständliche Anweisungen gab, aber ich bin mir sicher, das ändert sich bei ihm mit der Zeit. Am Nachmittag, da ich einen Intensivkurs besucht habe, hatte ich auch einen anderen Lehrer. Im Konversationskurs haben wir viel gesprochen, aber der eigentliche Star des Unterrichts war der Lehrer selbst. Vieles lief frontal, was ich persönlich nicht besonders gut fand, aber wir hatten dadurch auch die Möglichkeit, einen großen englischen Wortschatz kennen zu lernen und auch heikle Themen anzusprechen.

Der Sprachunterricht am Vormittag war sehr abwechslungsreich. Steve hatte unterschiedliche Methoden und Sozialformen im Unterricht angewendet, was ich sehr gelungen fand. Wir haben viel in Partnerarbeit und in Kleingruppen gearbeitet, und hatten dadurch auch die Möglichkeit, viel miteinander zu sprechen. Sein Unterricht war ein gelungener Mix aus Wortschatz, Grammatik und Phonetik, zum Teil mit unterschiedlichen Medien. Während der zwei Wochen haben wir relativ viel im Unterricht wiederholt und konnten uns, zu unseren Arbeitskopien, auch viele Notizen machen. Die Hausaufgaben haben wir nur zweimal bekommen, was, wie ich finde, genug war.

Die Schule selbst befindet sich in einem edlen Londoner Stadtteil im Nordwesten der Stadt. Hampstead ist fast dörflich, und hat eine sehr schöne viktorianische Architektur mit viel Grün dazwischen. In der Nähe befindet sich auch der bekannte Hampstead Heath mit vielen Hügeln, kleineren Seen und einem wunderschönen Ausblick auf die ganze Stadt. Unweit von hier befindet die Schule, die in einer alten, gut erhaltenen viktorianischen Villa untergebracht ist. Die Schule hat insgesamt drei Stockwerke mit bis zu zehn Kursräumen, in denen die Kurse zwischen A2- & C1-Niveau stattfinden. Hinter der Schule befindet sich ein großer Garten, indem die Teilnehmer während der Pause und auch nach dem Unterricht sich aufhalten können. Die Schule bietet auch ein buntes soziales Programm, das aus Besichtigungen der Sehenswürdigkeiten der Stadt, meistens Museen und Parks besteht. Freitags bietet die Schule auch die Möglichkeit, eines der zahlreichen Pubs der Stadt zu besuchen, aber auch so konnte man sich privat mit anderen Kursteilnehmern verabreden und eine oder andere Sehenswürdigkeit sich anschauen. So habe ich mit Jonas, einem anderen Teilnehmer aus Deutschland, Portobello Road Market, Primrose Hill und Kensington Garden entdeckt.

Meine Gastfamilie bestand aus einer Frau, die ihr großes Haus, meistens in Sommermonaten, an Studenten und Schüler der Sprachschule vermietet. Wir waren eigentlich zu zweit, aber von meinem Mitschüler, der ein anderes Zimmer bezog, habe ich in all Wochen nichts mitgekriegt, denn die ganze Zeit wohnte er wohl bei seinem Onkel. Unsere Gastgeberin war eine berufstätige Frau um die 60, zwar sehr nett, aber am Anfang ziemlich reserviert. Erst mit der Zeit wurden wir warm miteinander, nachdem sie wohl gesehen hat, dass ich kein Rabauke bin, der ihren Hausfrieden und ihre Hausordnung zerstören möchte. Wir haben uns wunderbar über diverse Themen unterhalten, wie z.B. über Reisen, Kochen, Musik, Politik, Literatur, Politik, Religion, Zeitungen, Kunst, Migranten in Europa, Deutschland und England, und diese Momente in der Küche meiner Gastgeberin waren die eigentlichen Sternstunden meiner Sprachreise in England, denn ich konnte mich mit ihr nett über zum Teil sehr anspruchsvolle Themen unterhalten, und sie hat mich dabei dezent, aber bestimmend auch korrigiert. Das Haus, in dem ich wohnte, war groß und sauber, und hatte eine große Küche und ein schönes Badezimmer. Mein Zimmer hatte ein Fenster zum Garten, ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl und einen Schrank mit viel Platz darin. Die direkte Nachbarschaft war auch nett und gepflegt, aber ein paar Straßen weiter, um die Tubestation Egdware, war es z.T. sehr untypisch englisch und relativ ungepflegt, so dass ich eher das Gefühl hatte, im Osten Europas zu sein, als im Norden von London. Sollte ich nächstes Mal wieder so eine Reise machen, würde ich versuchen, auch der Distanz wegen, näher an die Schule zu wohnen, weil man sich die kostbare Zeit für die langen U-Bahn-Fahrten sparen kann. Ansonsten war es eine schöne Zeit, von der ich, je mehr sie vergeht, mehr und mehr denke, es war etwas Besonderes und etwas, was jeder mal machen sollte.

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London City
Themse
Hyde Park
Picknick im Park
 
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