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Mirjam Pietsch berichtet aus Montreal (Kanada)

Ab an den Flughafen, durch den Sicherheitscheck und rein ins Flugzeug. Gemütlich ein paar Filme schauen, essen und schlafen. Am Zielort angekommen, mit dem Bus und der Metro zur Gastfamilie und dann noch nebenbei die französisch Kenntnisse verbessern. Nein so einfach ging das bei mir nicht.

Im Juli hieß es dann für mich: „Ab nach Montreal“.

Nach einem anstrengenden Flug von Stuttgart über Zürich nach Montréal bin ich endlich in der zweitgrößten französischsprachigen Stadt der Welt angekommen, doch leider war mein Koffer noch in Zürich. Mit dem Bus ging es zur Berri – UQAM Station. Dort angekommen nahm ich die Metro weiter nach Longueuil. Das war  alles noch recht einfach, doch dann musste ich noch ein letztes Mal den Bus nehmen. Aber woher sollte ich wissen wann ich aussteigen muss, wenn nirgends der Name einer Bushaltestelle angeschrieben ist. Doch der Busfahrer schien recht nett zu sein und wollte mir Bescheid geben, wann ich aussteigen musste. Doch das hatte er wohl vergessen und somit schickte er mir irgendwo in Longueuil auf die Straße. Eins war klar, hier war ich falsch. Nach einigen vergebungslosen Versuchen, mit meinen wenigen französischen Kenntnissen, die Menschen die mir begegnet sind nach dem Weg zu fragen, bot mir ein netter Mann mit Sohn an, mich zu meiner Gastfamilie zu fahren. Dabei stellte sich heraus, dass ich zu Fuß sicherlich noch mindestens 30 Minuten unterwegs gewesen wäre. Endlich bei meiner Gastfamilie angekommen wurde ich freundlich von einer 68 jährigen Frau und einer 20 jährigen Brasilianerin, ebenfalls eine Gastschülerin, empfangen.

Der Tag meiner Ankunft war „Canada Day“ und somit war die ganze Stadt am Feiern. Nachdem ich eine Führung durch das ganze Haus bekommen und meine wenigen Sachen ausgepackt habe, machten meinte Gastschwester und ich uns auf den Weg zum Vieux-Port. Dort wurde auf einer Bühne Musik gespielt und das Publikum tanzte, jeder zweite hatte eine kanadische Flagge oder ähnliches bei sich und es gab Essens- und Getränkestände.

Der eigentliche Grund warum ich nach Montreal gegangen bin war natürlich, dass ich meine französischen Sprachkenntnisse verbessern wollte. Am ersten Schultag mussten wir einen Einstufungstest machen, aufgrund dessen wir dann in verschiedene Klassen und Levels eingestuft wurden. Wer jedoch denkt, dass so eine Sprachschule ganz locker abläuft, hat sich etwas getäuscht.  :P Wir bekamen jeden Tag Hausaufgaben, jeden Freitag wurde ein Test geschrieben und im Schulgebäude durfte nur Englisch oder Französisch gesprochen werden. Aber mal ganz ehrlich, in Deutschland haben die Schulen genauso Regeln - habt ihr euch immer daran gehalten? ;)

Ich muss sagen, dass mir der Unterricht am Vormittag sehr viel Spaß gemacht und auch geholfen hat. Man hat seine Mitschüler durch Gruppen- und Partnerarbeiten oder durch friedliche Diskussionen und Erzählungen von den jeweiligen Heimatländern kennengelernt. Somit hat man nicht nur die kanadische Kultur kennengelernt, sondern auch z.B. die brasilianische, mexikanische, schwedische, österreichische oder schweizer Kultur kennen lernen können. Wir hatten zwei Hefte mit reichlichen Übungsaufgaben. Unser Lehrer war sehr nett, hat gerne Witze gemacht und war immer hilfsbereit. Dadurch wurde es im Unterricht nie langweilig und man kam jeden Tag gerne in die LSC (Language Studies Canada).
Meiner Meinung nach ist der Nachmittagsunterricht nicht sehr hilfreich. Wir spielten Spiele, mit denen wir unser französisches Wissen verbessern sollten und machten Kreuzworträtsel. Ein Tipp von mir, um wirklich seine Sprachkenntnisse entscheidend zu verbessern, sollte man länger als einen Monat auf eine Sprachschule gehen.

Nach der Arbeit kommt das Vergnügen – das stimmt zu 100% in Montréal. Denn langweilig kann einem hier niemals werden. Jede Woche ist ein anderes Festival geboten. Das „Festival International de Jazz de Montréal“ bietet gute und kostenlose Open-air Konzerte bei Sonnenschein. Auch „just pour rire“ ist eine Erfahrung wert. Die Kanadier finden für alles einen Grund ein Festival zu veranstalten. 
Neben den ganzen Festivals bietet die Schule einige Aktivitäten an. An den Wochenenden kann man auf Städtereise, z.B. New York, Toronto oder Quebec City gehen (falls man das Geld dazu hat). Aber auch ein Besuch eines Footballspiels in Montreal oder vom Cirque du Soleil wird angeboten. Außerdem werden Discobesuche und Karaokeabende organisiert. Dort lernt man immer wieder neue Leute kennen.
Mit den anderen Schülern freundet man sich schnell an und kann mit ihnen ganz Montreal erkunden. Die Aussicht vom Olympia Stadion ist sagenhaft und das Gefühlt bei 26°C den Mont Royal hochzulaufen ist am Ende unbeschreiblich. Montreal bietet so viele Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, dass man immer was zu tun hat. Ein weiterer Tipp: esst beim Vieux-Port ein Beavertail.

Rückblickend war die Sprachreise ein voller Erfolg und ich habe an Erfahrungen, Sprachkenntnissen und Freunden gewonnen.

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