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Janina Lühmann berichtet aus Auckland (Neuseeland)

Vom 24.09. bis zum 15.11. erfüllte ich mir meinen Neuseeland Traum. Nach dem Abi hatte ich hierfür endlich genug Zeit. Trotzdem wollte ich so schnell wie möglich los und buchte ziemlich last minute. Aber es verlief alles reibungslos (nur das Ausstellen eines Reisepasses im Expressverfahren kostete natürlich Aufpreis).

Mit dem Jetlag kämpfte ich noch eine Woche, da ich im Flugzeug nicht richtig schlafen konnte (für den Rückflug nahm ich mir vor, ein Nackenkissen zu besorgen). Und die Kälte machte mir ebenfalls ganz schön zu schaffen. Der Neuseeländische Frühling ist sehr wechselhaft, nicht selten erlebt man alle vier Jahreszeiten an einem Tag! Bei meiner Gastfamilie gab es zwar einen Kamin im offenen Wohnzimmer, der wurde aber nur selten angemacht und Heizungen gab es auch nicht! Zum Glück waren sie auf die ewig frierenden Gaststudenten eingestellt und hatten mir eine elektrische Heizdecke ins Bett gelegt.

In meiner Gastfamilie lebten neben den 2 Kindern noch 2 Gaststudenten. Bereits in Deutschland hatte ich ihnen eine Email geschickt, um mich vorzustellen. Meine Gastmutter überraschte mich anschließend, indem sie mir erzählte, dass das NUR die deutschen Gaststudenten machen! Meine neue Familie war sehr nett, weltoffen und sie stellten gerne mit mir beim Dinner Gegensätze und Gemeinsamkeiten unserer Lebensweisen und Gewohnheiten fest.

Ich hatte mein eigenes Zimmer mit einem riesigen Bett, einem Schreibtisch und einem Wandschrank und teilte mir mit den anderen Gaststudenten ein Badezimmer.

Eine der beiden ging sogar auf meine Schule und wir fuhren morgens zusammen mit der Fähre- ja mit der Fähre zur Schule. Denn ich wohnte in dem Stadtteil Devonport (ein sehr edler Teil mit eigener kleinstädtischer Einkaufsstraße). Die Fähre fuhr 15 Min. direkt in die Innenstadt, wo auch meine Schule (Dominion) lag. Insgesamt war ich mit meiner Unterbringung wirklich zufrieden. Ich hatte auch die Freiheit mal nicht zum Essen zu kommen, wenn ich vorher absage oder solange feiern zu gehen wie ich wollte, bzw. bis die letzte Fähre fuhr.

Es gibt sehr viele junge Asiaten in Auckland. Auch traf ich öfters Deutsche.

Erstaunlicherweise wurde ich häufig für mein Englisch gelobt, obwohl ich mich eher (vor allem vor der Reise) als ziemlich lausig einstufte. Wahrscheinlich, da meine Aussprache sich unter dem täglichen Englisch-Einfluss sehr schnell verbesserte (auch wenn ich noch des Öfteren um Vokabeln rang). Ich machte auch die Erfahrung, dass Europäer allgemein gut Englisch sprechen, während meine asiatischen Mitstudenten wegen ihrer komplett anderen Sprache meist Schwierigkeiten mit der richtigen Aussprache hatten. Im Unterricht wurde viel in Gruppenarbeit gearbeitet. Dabei fand ich die asiatische Alltags-Kultur stets bereichernd, da sie sich so von unserer Unterscheidet.

Ich hatte 20 Stunden in der Woche Unterricht und am Nachmittag dann frei.

In der Schule konnte man sich zwischendrin einfach mal eine Woche Zeit nehmen um zu Reisen, wenn man rechtzeitig bescheid gab. Die fehlende Woche wurde dann am Ende wieder angehängt. Ein gutes Stück Freiheit, wenn man spontan mit Mitstudenten Neuseeland entdecken möchte. Reiselustig sind dort eigentlich alle. Zu Recht, denn Neuseelands Natur ist absolut unglaublich und abwechslungsreich!!

Jeden Freitag gab es eine Verabschiedung von Studenten. Man konnte eine kleine Rede halten oder ansonsten kreativ sein, wie z.B. Kuscheltiere in die Menge werfen oder etwas Vorspielen (alles freiwillig). Freitagnachmittag gab es stets ein Wahlprogramm. Ich belegte so einen Sambakurs und lernte ein Lied mit Tanz in Maori (dem Neuseeländischem Urvolk). Dominion bietet auch ein außerschulisches Programm an. So kann man beispielweise Wochenendtouren zu zahlreichen Ausflugszielen mach oder mit anderen Studenten in der Pub-Night feiern gehen.

Der Unterricht gefiel mir gut, die Lehrer waren stets motiviert und hatten gute Laune. Vor allem war der Leistungsdruck dank der freundlichen Atmosphäre weg. Auch Hausaufgaben bekam ich nur selten auf (wenn man einen Prüfungskurs belegt, ist das allerdings anders).

Die Stadt ist riesig ausgedehnt, hat aber nur eine vergleichsweise geringe Einwohnerzahl. Mit Bahnen kommt man nur begrenzt von A nach B. Allerdings ist das Busnetz gut. Und die Neuseeländer sind unglaublich nett und hilfsbereit! Ich habe mich wirklich andauernd (sogar zum Handykarten aufladen) bei fremden Leuten, meist auf der Straße durchgefragt.

Nicht selten ging ich vor der Schule in eins von den unzähligen Internetcafés um dort zu skypen. Die Zeitverschiebung von 11 oder 12 Stunden war etwas verwirrend, da sie sich mit der Zeitumstellung in Deutschland veränderte.

Von Mt. Eden aus kann man die ganze Stadt bis zum Horizont überblicken. Ein sich lohnendes Ausflugsziel mit einem Krater in der Mitte, das auch nur den Bus dorthin kostet. Ich bin dort eher zufällig gelandet. Meine Eltern riefen mich an, da in den deutschen Nachrichten eine Tsunamiwarnung für Neuseeland ausgesprochen wurde. In Neuseeland habe ich davon NICHTS mitbekommen! Erst im Nachhinein kamen in den Nachrichten Tsunami Berichte. Die Neuseeländer haben sowas anscheinend immer mal wieder und gehen ganz relaxt damit um. Jedenfalls suchte ich mir auf Bitte meiner Eltern den höchsten Berg in der Umgebung als Ausflugsziel für diesen Tag - Mt. Eden. Letztendlich ist vom Tsunami zum Glück nichts angekommen.

Im Anschluss an die Sprachschule machte ich eine dreiwöchige Rundreise über Nord- und Südinsel. Ich fuhr im Bus mit einer Reisegruppe und übernachtete in Hostels.

Nun kann ich sagen, dass Neuseeland wirklich so schön ist, wie stets alle sagen und noch schöner. Im Frühling ist das Wetter dort zwar wechselhaft, aber man sieht auch überall kleine niedliche Lämmer auf den sich bis zum Horizont erstreckenden grünen Hügeln. Und ganz Neuseeland ist grün. An jeder Ecke findet sich ein wunderschönes Panorama-Motiv, da die Natur auch auf kleinstem Raum sehr abwechslungsreich ist.

Insgesamt war ich 7 Wochen in Neuseeland, wäre aber wirklich gerne länger geblieben!!! Es gibt einfach so viel zu entdecken und so manches Abenteuer zu erleben!

Diese Reise war für mich wirklich etwas Besonderes.

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Schulgebäude
Aucklands Skycity von der Fähre aus gesehen
 
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