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Lena Wagner berichtet aus Moskau (Russland)

Seit einer Woche bin ich nun schon wieder in Deutschland in meiner kleinen Großstadt und Moskau ist trotzdem noch ständig in meinem Kopf. Jetzt ist es Zeit die Gedanken zu sortieren und das Gesehene und Gelernte zu verarbeiten!

Zwei Wochen habe ich in einer typischen Moskauer Familie inklusive Katze gelebt und einen Sprachkurs inmitten der Metropole besucht.Dabei bekam ich einen sehr guten Einblick in die Moskauer Kultur, die russische Sprache und mich selbst.

Ich landete sonntags, wurde von einem Schultaxi abgeholt und auf der achtspurigen Stadtautobahn ans andere Ende Moskaus zu meiner Gastfamilie „geflogen“. Dort wurde ich trotz absolutem Sprachdefizit gleich herzlich begrüßt und in die häuslichen Gepflogenheiten eingeführt.Am nächsten Morgen zeigte mir meine Gastschwester den Schulweg, welcher für mich ab sofort eine ganz „normale“ Metrofahrt von einer Stunde bedeutete. Hier wurde mir dann zum ersten Mal die Dimension dieser 11 Millionen Metropole bewusst.

Als ich dann die Twerskaja (die Hauptstraße Moskaus), in derer unmittelbarer Nähe die Sprachschule liegt sah und von Menschen, Autos, Werbung, Sprache und Schriftzeichen überrannt wurde, war der Kulturschock perfekt. Ich war in einer für mich total neuen nie gesehenen Welt angekommen und sah mich erstmal nicht in der Lage diese Stadt bewältigen zu können.

So war ich dann sehr froh, dass mich meine Gastschwester als echte Moskauerin sicher zur Schule brachte und ich dort sehr herzlich von Lehrern und anderen Schülern aufgenommen wurde.

Nach einem, wie jeden Tag sehr guten Unterricht machten sich dann kleinere oder größere Schülergruppen mit mehr oder weniger guten Russischkenntnissen und mehr oder weniger ausgeprägtem Kulturschock auf in die Stadt.

Ein zwei Tage und einige Stadteindrücke später war der Kulturschock überwunden und ich fing an das Großstadtleben und seine Vielfältigkeiten zu erleben, zu bewundern und zu genießen. Ich sah Plätze voll gestopft mit Werbeanzeigen und Ständen, vom Kasino bis zum Damenstrumpfhosenladen.Zwei Straßen weiter standen alte Häuser, die noch voller sozialistischer Symbole und architektonisch ganz unberührt waren.

Ich traf Menschen, die mich ansprachen und mit ihren drei deutschen und meinen zwei russischen Wörtern eine lange Unterhaltung über Gott und die Welt führen wollten, und eine Straßenecke weiter Menschen, die meine Frage nach der nächsten Metrostation nur mit einem abtrünnigen Blick beantworteten.Ich bekam an einem Museum den billigsten Schülerrabatt und am nächsten musste ich den höchsten Touristenpreis trotz Studentenausweises bezahlen.

Diese Gegensätzlichkeit zieht sich durch Moskau in jedem Bereich und in jedem Menschen. Der Generationenkonflikt und die enorme Weiterentwicklung lassen sich sogar als Tourist sofort erleben.
In Moskau habe ich keine einzige langweilige Minute erlebt. Ob man stundenlang in der Metro sitzt oder durch die Hauptgeschäftsstraße zum Kreml und über den roten Platz läuft. Man muss immer Ohren und Augen offen halten, um alles aufnehmen zu können was dort passiert. Es ist aufregend und spannend von der ersten Minute an bis zur letzten.

Und so stellt sich trotz regelmäßigem Unterricht und schnell gewohntem Tagesablauf in der Gastfamilie nie ein Alltagsgefühl ein.Sondern man erlebt von Tag zu Tag mehr die Eingliederung in die Metropole Moskau und lernt die Schönheiten zu sehen und zu genießen und merkt, man ist in der größten Stadt des größten Landes der Welt, die sich gerade mitten im Umbruch zwischen alter Traditionen und neuer westlicher Lebensweise befindet.

Diese unglaubliche Dynamik Moskaus, diese immer spürbare Gegensätzlichkeit in der Stadt und den Menschen lässt einen spüren Teil der Geschichte zu sein. Zwei Wochen war ich in Moskau ich hatte bessere und schlechtere Tage, aber keine Sekunde, die ich verschwendet habe, keine Minute in der ich nichts Neues gelernt habe, kein Tag an dem ich es bereut hätte nach Moskau zu kommen!

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Twerskaja
Moskau-Kreml
Kreml
 
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