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Michelle Popow

Sprachreise nach Moskau, Oktober 2015

Nach meinem Abitur habe ich mich dazu entschlossen für 3 Monate nach Moskau zu ziehen, um Russisch zu lernen. Da meine Familie zu Hause deutsch und russisch spricht, konnte ich die Sprache schon ziemlich gut verstehen. Sprechen konnte ich dennoch kein Wort.

Ende September hab ich dann meine Kleinstadt verlassen, um nach Moskau zu fliegen. Ich war sehr nervös, aber auch total neugierig!

Ich würde wirklich Jedem empfehlen in einer Gastfamilie zu leben, denn nur so kann man einen richtigen Eindruck vom Leben in Russland und den Menschen bekommen.
Ich konnte bei Freunden meiner Familie wohnen, die ich vorher jedoch auch nicht kannte. Trotz Sprachdefizit haben wir uns von Anfang an sehr gut verstanden. Sie haben sich wirklich große Mühe gegeben und waren freundlich und herzlich.
Generell muss man auf jeden Fall offen gegenüber Neuem sein, denn gelebt wird in Russland ganz anders als in Deutschland und auch das Esssen ist erstmal gewöhnungsbedürftig.
 
Eine Woche nach meiner Ankunft hatte ich dann meinen ersten Schultag in der Sprachschule “Liden & Denz”. Die Schule befindet sich im Zentrum von Moskau in der Nähe der Metrostation “белорусская”. Ich fuhr also jeden Morgen fast eine Stunde mit der Metro zur Schule (für Moskauer Verhältnisse total normal!). Meine Klasse bestand aus 10 Personen im Alter zwischen 18 und 40 Jahren. Alle waren total sympathisch und aufgeschlossen! Bei Fragen konnte man sich immer an die Lehrer und Angestellten der Schule wenden, die in der Regel auch alle Englisch sprachen.

Der Unterricht begann morgens um 10 Uhr und ging bis 13.50 Uhr. Da ich einen Intensivkurs gebucht hatte, blieb ich Dienstags und Donnerstags noch von 14.30 Uhr bis 17 Uhr in der Schule. Eine Stunde war 50 Minuten lang und darauf folgte eine 10 minütige Pause. Meine Lehrerin war super, sie war noch jung und der Unterricht war nie langweilig!
Den Intensivkurs kann ich nur empfehlen, denn schon fünf Stunden mehr pro Woche machen eine Menge aus.
Russisch ist meiner Meinung nach eine schwere Sprache, aber wenn man auch mit seiner Gastfamilie redet und im Alltag versucht das Gelernte anzuwenden, dann merkt man schnell Erfolge!

Moskau ist eine wirklich interessante Stadt, in der man unglaublich viel sehen und erleben kann. Mit meinen Freunden aus der Schule habe ich am Nachmittag und am Wochenende immer viel unternommen. Auch mein Englisch hat sich dadruch verbessert, da man vor allem am Anfang noch nicht viel Russisch miteinander spricht.
Es gibt viele Museen und Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt besichtigen muss. Langeweile kommt deshalb nie auf.

Und dann war mein erster Monat auch schon um. Die Zeit vergeht wirklich sehr schnell, was mit Sicherheit auch an Moskaus eigenem Tempo liegt.

Um die Sprache wirklich zu lernen ist ein Monat schon ein guter Anfang, reicht aber definitiv nicht aus. Deshalb empfehle ich mindestens einen Monat zu bleiben, wenn möglich aber auch länger!
Ich habe noch zwei weitere Monate in Moskau verbracht und ein Praktikum absolviert.

Abschließend war es eine sehr gute Entscheidung einige Monate in Moskau zu leben. Ich habe nicht nur die Sprache gelernt, sondern auch die Möglichkeit bekommen die Menschen und das Land besser zu verstehen.

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