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Claire Schlueter berichtet aus Edinburgh/Central (Schottland)

Dafür, dass man in Schottland Regen erwartet, war es bei meiner Anreise überraschend warm und sonnig. Jedoch hielt diese angenehme Wetterlage nicht lange an. Schon am nächsten Tag, Sonntag dem 5.8., fuhr ich in die Stadt um mir eine Eröffnungsparade anzuschauen. Ich weiß leider nicht mehr, welches Festival es zu feiern gab, aber es erinnerte mich an „Fassenacht“. Der erste Eindruck saß daher schon mal, weil ich überwältigt war.Jeder, der einmal nach Edinburgh reisen möchte, sollte dies in der Augustzeit tun, denn in dieser Zeit ist am meisten los; jeder möchte Spaß haben und es gibt dank der vielen Festivals eine Menge zu sehen. Auch an Kultur wird man nicht enttäuscht und kommt keinesfalls zu kurz. Für jeden ist etwas dabei, da bin ich mir sicher!Edinburgh ist zudem eine sehr schöne Stadt: Die alten Häuser mit den vielen Schornsteinen überwältigten mich, die Pubs hießen mich willkommen, die Menschen waren mir direkt sehr sympathisch und die Stadt kann einen kaum verschlingen, weil sie meiner Meinung nach sehr gut aufgebaut und übersichtlich ist! Seid nur bitte vorsichtig: Der Linksverkehr! Ich hatte selbst noch nach zwei Wochen nicht raus - weil ich nach geraumer Zeit in einer Dauerverwirrung schwebte - von wo die Autos denn jetzt kommen und in welche Richtung ich zu erst meinen Kopf drehen muss!

Von meiner Familie aus kam ich, dank einer guten Busverbindung, nicht schnell, aber angenehm zu meiner Schule. Meine nette Gastfamilie wohnte nahe dem Flughafen. Ich musste ca. 15 Minuten bis zur Bushaltestelle laufen und dann noch 30 bis 40 Minuten mit dem Bus Nr. 26 in die Stadt fahren. Das ist sehr nachteilig, denn man muss z.B. nachts auf eine Stunde Spaß verzichten, weil man die Zeit für die Heimfahrt einplanen muss bzw. sollte. Das empfinde ich im Nachhinein als einen kleinen Minuspunkt, aber man kann einem auch nicht alles recht machen. Edinburgh verwandelt sich zu den Hauptverkehrszeiten zu einem kleinen New York – auch nachmittags, deswegen sollte man die Länge/Dauer der Fahrten immer berücksichtigen und im Hinterkopf haben, ansonsten könnte man z.B. zu spät zum Abendessen mit der Familie kommen. Ist man erstmal da, wo man sein möchte, empfindet man das ganze allerdings auch nicht mehr als schlimm.

Meine Schule bzw. mein erster Schultag an der Aspect School:
Ich hatte eine der Hauptbusstrecken (Nr. 26), die mich so nah an das Schulgebäude brachte, wie es nur ging. (Ich habe mir jeden morgen die Zeitung im Bus mitgenommen und durchgelesen). Wenn man den Weg nicht findet, kann man auch nachfragen. Die freundlichen Schotten haben mir immer sehr gerne geholfen. Die Schule ist in einem schönen Gebäude zwischen anderen Agenturen untergebracht. Die Angestellten im Sekretariat waren sehr nett. Wer aus den grauen, langweiligen Schulen ausbrechen möchte, für den ist diese Schule mit hohen und hellen Räumen ein willkommener Gegensatz. Man kann im ‚Studentroom’ essen und sich über Aktivitäten außerhalb der Unterrichtszeit informieren bzw. sich dazu eintragen. Der Computerraum unter dem Dach bietet genug Platz und Zeit (außer in den Pausen) für E-mails. Zudem hat man eine klasse Aussicht über Edinburgh.

Ich habe es nach dem Test in die Klasse ‚Higher Intermediate’ geschafft. Außerdem hatte ich vormittags Unterricht, was ich bevorzugt habe, weil ich somit in den frühen Stunden des Tages in die Schule bin (wie in Deutschland auch gewohnt) und mir danach die Stadt ohne Eingrenzungen anschauen konnte. Andere Schüler hatten nachmittags Schule und haben vormittags ausgeschlafen. Das war nichts für mich, denn ich hätte das Gefühl gehabt, dass ich etwas verpassen würde. Schlafen kann ich schließlich auch daheim! Für was wäre ich dann nach Schottland gekommen?

Ich hatte also vormittags von halb neun bis viertel vor zwei Unterricht. Das waren drei Stunden à 90 Minuten mit jeweils 15 Minuten Pause dazwischen. Die ersten beiden Stunden hatte ich in der Schule Unterricht. Man hat immer unterschiedliche Lehrer, was ich persönlich sehr gut fand.
Für die dritte Stunde musste ich 15 Minuten Richtung Meer zur Akademie laufen. Dort hatte ich dann bei meinem letzten Lehrer Unterricht; ‚Conversation and Culture’. (Ich hatte Intensivkurs, daher die dritte Stunde, in der man sich auf das flüssige Sprechen konzentrierte und einfach über sein Wissen zu bestimmten Themen redete, die jeden Tag wechselten). Ich habe meine Lehrer sehr gut verstanden. Sie waren freundlich und lustig. Außerdem haben sie sich alle Mühe im Unterrichten gegeben und mich weder über- noch unterfordert.

Mein Freizeitprogramm:
Ich bin am Anfang meiner Reise direkt für einen Nachmittag nach Glasgow gefahren. Die Stadt ist zwar ganz schön, aber nicht so übersichtlich gegliedert und (meiner Meinung nach) nicht ganz so historisch ansprechend wie Edinburgh. In Glasgow habe ich auch ein wenig von dem Dudelsack-Festival mitbekommen – das, was ich gesehen habe, war ganz interessant.
Der Hafen und die Royal Yacht Britannia sind sehr sehenswert, sowie der botanische Garten – groß und wunderschön. Nachdem mir der Garten von mehren Leuten empfohlen worden ist, bin ich dann doch noch hin und habe es nicht bereut.

An einem Wochenende sollte man unbedingt eine Reise über zwei Tage in die Highlands mitmachen! Dies ist sehr sehenswert! Ich bin über ‚Edradour Distillery (smallest in Scotland)’, ‚Ruthven Historic Barracks’, ‚Culloden Battlefield’, ‚Loch Ness Viewpoint – Photostop’, ‘Urquhart Castle – Loch Ness’, ‘Fort Augustus’ zu ‘Glencoe Visitor Centre & Glencoe forest walk to Signal Rock’ gefahren. In Inverrness haben wir übernachtet, aber im Prinzip nichts von der Stadt gesehen.

Man muss nur, wenn die Schule so etwas anbietet (meistens zwei oder drei verschiedene Reisen stehen zur Auswahl), rechtzeitig und früh genug buchen, weil diese Fahrten sehr beliebt sind. Selbstverständlich kostet das ganze auch etwas!

Wenn man schon in Edinburgh ist, muss man (na klar!) auch auf das Castle gehen. Man sollte auch mal auf dem Calton Hill und in den Holyrood Park auf den erloschenen Vulkan ‚Arthur’s Seat’ gehen. Auf diesen beiden Bergen und auch auf dem Castle kann man eine klasse Aussicht über die Stadt und das Mehr genießen. Der Holyrood Palace ist sehr beeindruckend, aber es hat auch einiges mit Geschmackssache zu tun. Ich empfehle jedem, in die ‚Camera Obscura’ zu gehen! Es macht eine Menge Spaß, Menschen auf der Straße unbemerkt zu beobachten. Und wenn man nur in dieser Ausstellung war, dann geht man viel bewusster und verdeckter auf der Royal Mile spazieren!

Ich war auch in ‚Mary Kings Close’. Es wird als „Gruselgang durch die Unterwelt“ bezeichnet. So richtig gruselig war es dann nicht, aber schaut es euch ruhig an. Man wird unter die Royal Mile in die Vergangenheit geführt. Die heutige Hauptstraße der Royal Mile liegt etwa drei Stockwerke (oder waren es mehr?) höher, als die damalige vor 400 Jahren. Mehr möchte ich nicht verraten.
Zu guter letzt habe ich es geschafft, Karten für das ‚Military Tattoo Festival’ zu bekommen. Es war der absolute Hammer. Also: Schaut euch sämtliche Festivals an; das Fringe Festival und deren verschiedene Shows, das Book Festival, aber vor allem wenn ihr die Möglichkeit habt Karten für das Tattoo zu bekommen, nutzt diese Chance und schaut es euch an! Das Geld ist es wirklich wert!
Das ist eine einfache und grobe Erzählung meiner Reise. Ich kann ja schließlich nicht zu viel verraten. Ich fand es sehr schön und würde gerne wieder nach Edinburgh reisen. Die Schotten sprechen übrigens gar nicht so schlecht Englisch, wie das behauptet wird. Man versteht sie sehr gut.
Ich hoffe ich konnte euch mit eurer Entscheidung ein bisschen weiterhelfen. 

Und vergesst die Pubs nicht. Mit den richtigen Leuten hat man viel Spaß. Ihr solltet euch nur merken, dass vor jedem Pub/Club Türsteher sind, die die Personalausweise kontrollieren und Jugendliche unter 18 Jahren nicht reinlassen. Aber ist man volljährig, wird man durch nichts und niemanden mehr gehindert.

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