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Petra Werner berichtet aus Edinburgh (Schottland)

Meine Sprachreise führte mich für zwei Wochen nach Edinburgh in Schottland. Ich hatte schon viel gehört und gelesen über diese Stadt, über die schöne mitten in der Stadt gelegene Burg, über die im August stattfindenden Festivals und über die gastfreundlichen Schotten. Eines kann ich schon an den Anfang meines Berichtes setzen, meine Erwartungen wurden übertroffen.

Die Anreise erfolgte per Flug mit Umsteigen in Manchester und Ankunft gegen 10.00 Uhr in Edinburgh bei strahlendem Sonnenschein. In den Reiseunterlagen wurde die Anfahrt zur Unterkunft mit dem Taxi empfohlen und ein Richtpreis von ca. 50 Euro angegeben. Nun ist man ja ein sparsamer Mensch und versucht zu sparen wo es geht und da stach mir auf dem Flughafen sofort der Schalter des Citybusunternehmens ins Auge, welches man zur Fahrt in die Stadt für 4,50 Pfund in Anspruch nehmen konnte. Ich hielt dem netten Mann am Schalter meine Zieladresse unter die Nase und fragte nach der besten Anreisemöglichkeit. Er malte mir auf einer Karte auf bis wohin ich mit dem Citybus fahren und dann umsteigen sollte in die Linie 11. Mehr verstand ich leider nicht aber todesmutig stürzte ich mich in das Abenteuer „Busanreise“. Ich fand sogar recht schnell die Haltestelle der Linie 11 im Zentrum, dank der guten Beschreibung des netten Citybusangestellten und stieg in den Bus ein und fragte den Busfahrer wieviel ich zu zahlen hatte und hielt ihm eine 5 Pfund Note hin. Der schüttelte nur den Kopf und sagte 2 Pfund in Coins und ich solle jemanden fragen ob er mir wechseln würde. Ohje was für ein Schreck, aber als ich mich umdrehte stand schon ein älterer Herr hinter mir und gab mir unaufgefordert die 5 Pfund in Coins, da war sie die sprichwörtliche Freundlichkeit der Schotten.

Ich hatte dann noch einige Hürden zu überwinden bis ich meiner Gastgeberin gegenüberstand und ohne die Hilfe einiger Edinburgher hätte ich es wohl auch kaum geschafft, aber ich war dann ganz stolz, als mich meine Gastgeberin mit großen Augen anschaute und anerkennend sich die Story anhörte.

Meine Gastgeberin war Spitze und auch die Unterkunft konnte nicht besser sein. In einer ruhigen Wohngegend, ca. eine halbe Busstunde bis zur City und nur 10 min mit dem Bus zum Unterricht. Die Gespräche am Abend beim gemeinsamen Essen oder Fernsehen gucken haben viel für die Verbesserung meiner Englischkenntnisse beigetragen und man sollte die Möglichkeit, wenn sie sich ergibt, unbedingt nutzen.

Da ich ja am Wochenende angekommen war nutzte ich das schöne Wetter und schaute mir gleich mal die Gegend um die Burg und die Burg selber an, blieb bei den Strassenkünstlern des „Fringe-Festivals“ stehen und schaute mir die große Parade der ganzen Künstler und Gruppen, die während des Festivals in den einzelnen „Venues“ auftreten, an.

Am Montag um 9.15 Uhr ging es dann los mit dem Unterricht. Leider wurde kein Einstufungstest oder ähnliches vorgenommen und so kam ich mit einer Frau in eine Gruppe, die bereits fließend Englisch sprach und nur eine Auffrischung bestimmter Grammatika wollte. Da hatte ich keine Chance mit meinem Grundwissen und vor allem den fehlenden Vokabeln. Der Nachmittagsunterricht sah ähnlich aus, zwar mit einer anderen Gruppe, aber immer noch auf einem zu hohem Niveau für mich.

Nachdem wir diese Umstände angesprochen hatten, wechselte ich die Gruppe am Donnerstag und fühlte mich dann besser aufgehoben. Die zweite Woche dagegen war super und ich nahm sehr viel für mich mit, da meine Lehrerin Rachel sehr gut auf die Bedürfnisse und Wünsche der Gruppe einging. Meiner Meinung nach hängt der Erfolg des Sprachkurses sehr stark von meinen Erwartungen und vom Einsatz des Lehrers ab. Ich empfehle jedem, der über- bzw. unterfordert ist, dies sofort anzusprechen, denn nur so können die Lehrer darauf eingehen und eine Lösung, die jeden Teilnehmer zufriedenstellt, finden.

Durch die 28 Stunden pro Woche Unterricht hatte man kaum die Chance unterhalb der Woche sich Sehenswürdigkeiten oder ähnliches anzusehen, da die Öffnungszeiten doch recht kurz sind. So sollte man auf jeden Fall das Wochenende nutzen, um die wirklich wunderschöne Stadt zu erkunden. Wer auch gerne mal ein wenig wandert, sollte sich nicht den Blick auf die Stadt vom Aussichtspunkt „Arthers Site“ im Holyrood Park entgehen lassen. Nach einer 1 ½ stündigen mehr oder weniger anstrengenden Wanderung hat man einen traumhaften Ausblick auf die Stadt und deren Umgebung. Nach dem Abstieg kann man auch gleich die Ausstellung „Our dynamic Erth“ besuchen, die in eindrucksvollen Bildern und Filmen die Entstehung der Erde schildert.

Vom Holyrood Palace, welches man natürlich auch besichtigen kann, lohnt sich der Spaziergang über die sogenannte Royal Mile hinauf zum Edinburgh Castle. Hier findet man viele Möglichkeiten seine Freizeit interessant zu gestalten. So sollte man auf jeden Fall „Marys Kings Close“ einen Besuch abstatten, das „Museum of Childhood“ sich anschauen und am Ende der Royal Mile sich in der „Scottish Whisky Heritage“ einen Whisky auf das gelungene Wochenende gönnen. Selbstverständlich kann man auf der Royal Mile auch nicht an den vielen Souveniersshops vorbeigehen, ohne wenigstens einen Blick hineinzuwerfen. Da ich während der Festivalzeit in Edinburgh war, hatte ich das Glück das wirklich bunte und teilweise verrückte Treiben der Aktionskünstler auf der Royal Mile mitzuerleben.

Empfehlenswert ist es, sich gleich im Anfang des Aufenthalts in Edinburgh eine Wochenkarte für den Bus für 12 Pfund zu kaufen, denn so ist man völlig unabhängig und muss nicht immer passende Coins zur Verfügung haben. Da lohnt es sich dann auch einfach mal in den Bus zu steigen und zum Beispiel zum „Ocean Terminal“ hinauszufahren um dort shoppen zu gehen oder sich die „Britannia“ anzuschauen. Oder man fährt mit dem Bus zum Botanischen Garten, der mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Ich könnte jetzt wahrscheinlich noch zwei Seiten über meine 2-wöchige Reise nach Edinburgh schreiben, aber es ist jetzt schon ein langer Bericht geworden und ich kann nur zusammenfassend sagen, dass ich diese Reise jedem weiter empfehle, der Interesse zeigt. Wichtig ist, daran zu denken immer einen Regenschirm dabei zu haben, offen und ohne Hemmungen auf die Menschen zuzugehen, auch wenn es mit der Sprache noch nicht 100%ig klappt und die Möglichkeit zu nutzen soviel Englisch zu reden, wie es nur geht. Für mich steht fest, dass dies nicht mein letzter Besuch in Edinburgh war, denn ich habe mich in diese Stadt und deren Einwohner verliebt.

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Fringe-Festival
Strasse in Edinburgh
 
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