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Elisabeth Stinner berichtet aus Malaga (Spanien)

„Bei diesen Seniorenreisen sind die doch immer froh, wenn wenigstens einer dabei ist, der einen Rollstuhl schieben kann“, so klang die aufmunternde Bemerkung eines Freundes, als ich erzählte, dass ich einen 50+ Spanischkurs in Malaga gebucht hatte. Ich hatte sowieso arge Bedenken, wie das alles wohl werden würde, denn mit über 50Jahren war es für mich das erste mal, dass ich eine Sprachreise machte und in einer Gastfamilie leben würde.

Umfangreiches Informationsmaterial vor der Abreise half schon einen Teil der Bedenken auszuräumen. Und dann zeigte sich, dass alle Bedenken überflüssig waren. Das Leben in der spanischen Familie war für mich ein wesentlicher Teil meines (nur) zweiwöchigen Aufenthalts. Schon am ersten Tag sagte mir André, der Sohn des Hauses, dass er zwar gut deutsch, aber mit mir nur spanisch sprechen würde. Und so hatte ich morgens vor dem Schulunterricht schon die erste Spanischeinheit. Ich fühlte mich in der Familie gut aufgehoben, und habe während der ausgezeichneten, typisch spanischen Mahlzeiten viel über Land und Leute erfahren.

Auch die Kursart 50+ stellte sich als reiner Glücksfall heraus: Acht Studenten (50+ und alle geistig fit und ohne Rollstuhl) aus 5 Nationen wurde eine optimale Mischung aus Schulunterricht und Freizeitprogramm geboten. Die dort sogenannte „MASTER CLASS“ wurde nicht in einem Kurs unterrichtet. Genau wie die anderen Studenten auch, wurden wir nach einem Einstufungstest in verschiedene Kurse eingeteilt, aber das Freizeitprogramm absolvierten wir gemeinsam. Ich hatte ausgesprochenes Glück, denn der Unterricht war schon deshalb sehr intensiv, weil wir in der ersten Woche mit nur 4 und in der zweiten Woche mit nur 2 Schülern unterrichtet wurden. Die ersten beiden Stunden behandelten jeweils ein Grammatikthema mit Übungen, und in der dritten Stunde wurde ein Gespräch zu einem aktuellen Thema geführt. Die 3 Lehrerinnen, die uns in den zwei Wochen unterrichteten, und mit denen wir ein fast freundschaftliches Verhältnis knüpften, verstanden es vorzüglich, uns zu motivieren, sodass wir freiwillig nachmittags die anstehenden Hausaufgaben erledigten.

Das Aktivitätenprogramm war von einer großen Vielfalt geprägt und wurde von zwei sehr qualifizierten und versierten Fachleuten Manolo und Agostín geleitet. Das Programm reichte vom Kochkurs, über Vorträge zu landeskundlichen Themen wie Stierkampf und Picasso, Kinofilme mit begleitender Diskussion, Tanzkurse, Ausflüge in die Stadt, auf den Markt, in eine Gitarrenfabrikation, in verschiedenen Museen, in den botanischen Garten, in die Berge, nach Cordoba und Granada. Die Kursleiter überzeugten durch profundes Wissen und durch die gekonnte Art, wie sie ihr Wissen (natürlich nur in Spanisch) an uns übermittelten. So haben wir auch während dieser Aktivitäten sehr viel Spanisch gelernt, und eine Menge über die Geschichte, die Kultur, die Kunst, die Natur, die Lebensweise, die Essgewohnheiten und die Lebensfreude der Spanier erfahren können.

Die Schulpausen und die Abende boten in der Bar, am Swimmingpool und im Restaurant bei einer preiswerten Speisenauswahl viel Gelegenheit sich auch mit jüngeren Studenten aus aller Herren Länder anzufreunden, und obwohl Spanisch eigentlich die Verkehrssprache auf dem Gelände des Malaca Instituto sein sollte, konnte man doch vielfach eine Sprache hören, die es sonst wohl kaum gibt: eine den Erfordernissen angepasste mezcla (Mischung) aus Deutsch, Englisch und Spanisch = Denglispanisch.

Obwohl ich nur 2 Wochen in Malaga war, haben sich meine Spanischkenntnisse sehr verbessert, ich habe viele neue Freunde gefunden, und ich war bestimmt nicht das letzte mal in einem 50+ Kurs im Malaca Instituto.

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