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Heike Bock

Eine ganze besondere Zeit in Málaga

Im Juni habe ich zwei tolle Wochen in Málaga verbracht, um meine Spanischkenntnisse ein wenig aufzufrischen. Ich habe vor vier Jahren mit dem Spanischlernen begonnen, einige Kurse an der Volkshochschule belegt und war auch schon einmal auf Sprachreise in Granada. Das alles nur für mich aus Freude an einer neuen Sprache und auch mit längeren Unterbrechungen. Nun hatte ich mal wieder Lust auf einen Sprachaufenthalt in Spanien. Da es mir Andalusien sehr angetan hat, entschied ich mich für Málaga, wo ich bisher noch nicht war.


Über die iSt-Internetseite wurde ich auf das Malaca Instituto aufmerksam und buchte einen zweiwöchigen Standardkurs. Das war eine gute Entscheidung! Die Schule ist renommiert und beeindruckend gut organisiert. Gegründet wurde sie 1971 interessanterweise von einer Dänin, die gemeinsam mit Kollegen jeden Sonntagabend die neuen Schüler begrüßt. Dort wird einem in einfachem Spanisch erklärt, was einen erwartet (für Einsteiger wird auch ins Englische übersetzt) und bei einem Glas Sangría kann man gleich mit den anderen „Neuen“ ins Gepräch kommen. Jeden Montagfrüh geht’s für Neuankömmlinge dann mit einem kleinen Einstufungstest (schriftlich und mündlich), einem Rundgang durch die Schule und einer Führung durch die Innenstadt von Málaga los. Anschließend werden alle je nach Sprachniveau auf die verschiedenen laufenden Kurse aufgeteilt und nehmen noch für zwei Stunden am Unterricht teil.


Die Standard-Kurse laufen täglich von 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr, wer einen Intensiv-Kurs besucht, hat noch eine zusätzliche Stunde Konversation. Dann gibt’s jeden Tag Hausaufgaben, an denen man noch mal so eine Stunde auf der Terrasse oder am Pool sitzt… Alles in allem ein intensives Programm, bei dem man flott voran kommt. Ich habe in den zwei Wochen die Niveaus A2.1 und A2.2 durchlaufen, wofür man in einem regulären VHS-Kurs zwei Semester braucht. Die Schule arbeitet mit selbst entwickelten Lehrbüchern, die es gratis dazu gibt. Jeden Freitag wird ein Test geschrieben, den man bestehen muss, um in der kommenden Woche mit dem nächsthöheren Niveau weitermachen zu können (beide bestanden). Die Schule ist wirklich eine richtige Schule, in der es zum Unterricht und zur Pause klingelt.


Richtig gut gefallen hat mir das Rotationsprinzip der Lehrer! So hat man jeden Tag drei verschiedene Lehrer, insgesamt habe ich in den zwei Wochen etwa 10 Lehrerinnen und Lehrer kennengelernt. Das Malaca Instituto wählt seine Lehrer offensichtlich sehr gut aus, ohne Ausnahme waren alle freundlich und heiter gestimmt und sehr kompetent. Man merkt ihnen die langjährige Erfahrung an und auch das System mit dem Lehrerwechsel funktioniert reibungslos. Es waren einige echte Spaßkanonen dabei, so dass wir gemeinsam viel lachten.


In meinem Kurs waren wir acht Schüler, aus Deutschland, der Schweiz und aus Schweden. Die Schüler kommen insgesamt aus vielen verschiedenen Ländern. Vom Alter her gibt es sicherlich einen Schwerpunkt so um die 20 Jahre, aber alle anderen Lebensjahrzehnte bis hoch zum siebzigsten waren auch vertreten. Ich feierte in meiner Zeit dort meinen 41. Geburtstag und fühlte mich altersmäßig bestens aufgehoben.


Die Schule hat eine super Infrastruktur mit allem, was man zum Lernen braucht (Bibliothek, Computer etc.), aber auch mit einer Caféteria und kleinem Restaurant zu moderaten Preisen, zwei Terrassen, einem Swimmingpool mit Liegen und dem direkt angeschlossenen Club Hispanico, einem Hotel mit Zimmern und Apartements zu verschiedenen Preisklassen. Ich hatte die preiswerteste Kategorie von Zimmer gebucht, das wirklich klein war (10m2), einen halben Balkon und winziges Bad bot – aber jeden Tag sauber gemacht wurde und vollkommen ausreichend war. Die meiste Zeit des Tages hält man sich ja ohnehin woanders auf.


Die Schule bietet neben dem Unterricht viele Freizeitaktivitäten an, die zum Teil gratis sind, zum Teil einen kleinen Beitrag kosten. Ich habe in meiner Zeit zweimal an einer Tanzstunde in einem richtigen Tanzsaal mit Parkett und Spiegel teilgenommen und hatte großen Spaß mit Bachata und Salsa!


Das Instituto liegt ca. 4km außerhalb vom Stadtzentrum in etwas erhöhter Lage in Pedregalejo, einem sehr guten Wohnviertel von Málaga. Den Strand erreicht man in ca. 10 Minuten zu Fuß. Dort gibt es in beide Richtungen kilometerlange Strandpromenaden mit unzähligen Restaurants, Bars, Cafés und Eisdielen. Natürlich gibt es überall Fisch und Muscheln. Probieren sollte man unbedingt einmal die leckeren Boquerones, für die Málaga berühmt ist und die auf Spießen am Strand gegrillt werden.


Málaga selbst habe ich als eine angenehme und entspannte Großstadt direkt am Meer erlebt. Wunderschön ist der Spaziergang auf der palmenbestandenen Uferpromenade, durch den Park, durch das Hafenviertel, durch die Gassen der Altstadt… Wie in anderen andalusischen Städten auch gibt es eine große Stierkampfarena, eine Kathedrale und Reste einer ausgedehnten Burganlage aus der maurischen Zeit. Dem jahrhundertelang arabisch geprägten Leben kann man noch heute in den liebevoll eingerichteten Teterías der Altstadt nachspüren. Das Nachtleben findet wie überall in Spanien vor allem auf der Straße statt, sehr lebendig geht es dort am Wochenende bis in die Morgenstunden zu.

Auch kulturell hat Málaga einiges zu bieten, als Geburtsstadt Picassos natürlich auch ein kleines, aber feines Picasso-Museum.
Alles in allem hatte ich einen super Aufenthalt in Málaga mit einer ausgewogenen Mischung von Lernen und Entspannen – Spaß machte mir beides! Und das umso mehr, als ich viele sehr nette und aufgeschlossene Menschen kennenlernen durfte, die meine Zeit dort zu einer ganz besonderen gemacht haben.

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Málaga
Malaca Instituto
Blick aus dem Hotelzimmer
Boquerones am Spie
 
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