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Heike Berndt berichtet aus Marbella (Spanien)

Mis tres semanas en Marbella

Zu dritt haben wir uns auf den Weg gemacht, von Herrischried, einem kleinen Dorf im Süden Deutschlands, ging es in die Großstadt Marbella in Spanien...
Gebucht haben wir: 3 Wochen Intensivkurs und Unterkunft plus Halbpension in einer spanischen Gastfamilie.
Vom Flughafen in Málaga ging es mit dem Bus nach Marbella, an der Costa del Sol. Die hatte ihren Namen wahrlich verdient, denn in den kommenden drei Wochen bewegte sich der Temperaturpegel zwischen 30 und 40 °C.
In Empfang genommen wurden wir von einer 61 jährigen Dame, unserer spanischen Gastomi. Diese war für ihr Alter erstaunlich lebhaft und gesellig. Die Wohnung war sehr klein, aber sauber und ordentlich. Mit meiner langjährigen Freundin Anna bewohnte ich ein Zimmer; unsere Freundin wohnte in einer anderen Gastfamilie. Wie wir aber bald darauf merkten, waren wir nicht alleine. In unserer Wohnung gab es noch ein zweites Zimmer, das von zwei Schülern aus Schweden bewohnt wurde, mit denen wir uns sehr gut verstanden. Wir lebten also zu fünft in einer Art Wohngemeinschaft. Unsere Gastmutter hatte ihr eigenes Bad, wir vier Schüler teilten uns eins.
Morgens frühstückten wir immer zu viert, unsere Gastmutter arbeitete in einem Hotel als Bedienung und musste jeden Morgen früh los. Doch das Abendessen (das es immer sehr spät gab, da das in Spanien so üblich ist!) gab es immer in geselliger Runde zu fünft. Unsere Gastmutter legte viel Wert darauf, dass wir spanisch mit ihr sprachen. „Me gusta hablar“, stellte sie gleich anfangs fest, ohne Falsches zu versprechen. Sie hatte das spanische Temperament und viel Humor. Wir redeten zu fünft oft den ganzen Abend. Wir erzählten von unseren Erlebnissen und dem Gelernten in der Schule. Die Schweden waren noch nicht so fit, was das Spanischsprechen betraf, und so hatten wir es immer sehr lustig zusammen, da es ab und an einige Missverständnisse gab, die Anna und ich jedoch aufdecken konnten.
In dieser Wohnung fühlten wir uns wirklich wohl, abends konnten wir weg bleiben solange wir wollten. Und das Beste: In drei Gehminuten waren wir bei der Schule, in fünf Gehminuten am Strand!
Unsere Schule hieß „Enforex“. Schon von außen sah sie wirklich edel aus. Dort hatten wir auch jederzeit Ansprechpartner, falls es Probleme gab (was aber Gott sei dank nie vorkam). Es gab kleine Klassenräume und unsere Klasse bestand meist aus acht Schülern. Das Lehrpersonal war noch sehr jung und pflegte einen sehr freundschaftlichen, humorvollen Umgang mit uns Schülern. Gleich anfangs bekamen wir zwei wirklich gute Bücher, mit denen wir arbeiteten: Eines mit Grammatikregeln und das andere mit Aufgaben. Ich denke diese Bücher werden mir auch in Zukunft eine große Hilfe sein. Unterricht hatten wir von morgens halb zehn bis mittags halb vier. Nach jeder Stunde gab es einige Minuten Pause. Die Sprachschule war eine unverzichtbare Hilfe für unser Spanisch. Wir lernten dort wirklich zu sprechen. Hatten wir anfangs immer nur einzelne Sätze gesprochen, lernten wir nun richtige Diskussionen zu führen. So diskutierten wir beispielsweise darüber, ob Vegetarier ein gesünderes Leben führen, ob jeder im Leben Kinder bekommen sollte, ob Geld das einzige ist, das uns glücklich macht, ob private Krankenhäuser besser als staatliche sind und vor allem diskutierten wir viel über soziale Netzwerke, die Vor- und Nachteile, und ob sie unser Leben wirklich verbessert haben. Gerade bei solchen Diskusionen bemerkte man den eigenen sprachlichen Fortschritt. Ein anderes Mal spielten wir Tabu mit spanischen Vokabeln oder bekamen Flamenco zu hören und mussten die Liedtexte vervollständigen. Meist war es ein sehr lebhafter Unterricht. Außerdem war die Schule ein sehr spannender Ort, um neue Leute kennen zu lernen. Von überall kamen sie her: Ukraine, Russland, Schweden und Saudi-Arabien… Ab und zu vernahm man dann auch mal Deutsche, Schweizer oder Österreicher.
Unsere Klasse wuchs bald zu einem richtigen Team zusammen, mit dem man sich auch abends verabredete. Es herrschte ein Kommen und Gehen, was auf der einen Seite häufig sehr traurige Abschiede mit sich brachte, auf der anderen Seite aber auch sehr interessant war, weil immer was los war und man ständig neue Gesichter sah.
Unter der Woche blieb für Ausflüge immer sehr wenig Zeit. Nach der Schule holten wir uns im Supermarkt etwas zu essen und gingen dann, meist in geselliger Runde, an den Strand. Dieser war traumhaft. In Marbella schien einfach immer die Sonne! Ein Sandstrand, wie er schöner kaum sein könnte, und Muscheln gab es tonnenweise zu sammeln… Da man häufig mit Mitschülern an den Strand ging (sowie auch am Wochenende gemeinsame Ausflüge unternahm) redete man auch in der Freizeit viel spanisch, da natürlich die wenigsten deutsch waren. Im Notfall konnte aber jeder Englisch.
Um 21.00 Uhr gab es dann Abendessen in den Familien. Unsere Gastmutter passte sich da sehr unseren Wünschen an. Ich bin beispielsweise Vegetarierin und die Schwedin hatte eine Laktoseunverträglichkeit. Das stellte jedoch keinerlei Probleme dar. Es gab oft Nudelgerichte und natürlich die berüchtigte Tortilla.
Abends trafen wir uns mit anderen Schülern. Da gab es in Marbella viele Möglichkeiten. Es gab sehr viele gemütliche Bars direkt am Strand, zudem eine Karaokebar, in der wir sehr lustige Stunden verbracht haben. Außerdem hat Marbelle eine sehr schöne Altstadt mit dem bekannten südländischen Flair: Schmale Gassen, sehr viele Blumen an den Balkonen und viele kleine Restaurants, die zum Cocktailtrinken oder Tapas essen einluden. Schon bald hatten wir ein Stammrestaurant, wo wir uns einige Male trafen. Eine andere Sehenswürdigkeit für die nächtlichen Stunden ist zweifelsohne auch das Reichenviertel „Puerto Banús“, das wir mit dem Linienbus ganz bequem erreichen konnten. Dort tummelte sich alles was Rang und Geld hatte. Scheinbar unbezahlbare Yachten waren im Hafen zu bestaunen, teure Autos und schicke Menschen, soweit das Auge reichte. Hier befanden sich auch die malerischen weisen Häuser. Eine sehr exklusive Gegend, mit Restaurants und Boutiquen in der oberen Preisklasse, sowie einem sehr intensiven Nachtleben. Wir hatten das Glück dort außerdem einen riesigen Nachtmarkt anzutreffen.
Und am Wochenende nutzten wir unsere unterrichtsfreie Zeit für Ausflüge. Sowohl in der Schule, als auch in den örtlichen Touristeninfos bekamen wir viele Anregungen, was unsere Aktivitäten in Marbella und Umkreis betraf. Außerdem gab es in Marbella ein weitläufiges Busnetz, mit dem man alle Ziele erreichen konnte. So sind wir an einem Tag nach Benalmádena gefahren. Dort sind wir mit einer Gondel auf den Berg hochgefahren und hatten dort eine atemberaubende Aussicht. Außerdem gab es auf dem Berg eine Greifvogelshow, die auch sehr beeindruckend war. In dieser Stadt verbrachten wir einen ganzen Tag, weiter besuchten wir dort auch das „Mariposario“, ein Schmetterlingshaus mit mehr als 1 000 Schmetterlingen. Eine weitere Wochenendaktivität war ein Ausflug mit dem Katamaran in Marbella. Der besaß keinen herkömmlichen Boden, wie man ihn kennt, sondern nur ein Netz. So lagen alle Passagiere wie auf einer großen Hängematte. Ungefähr vier Stunden ging die Fahrt. Wir fuhren soweit ins Meer hinaus, dass man irgendwann Mühe hatte, noch Land zu sehen. Und auf einmal sahen wir sie: Delfine, soweit das Auge reichte! Unzählbare, anmutige Delfine, die mit rasender Geschwindigkeit direkt neben uns her schwammen- der Wahnsinn! Und mitten auf dem Meer dann das Angebot sich auf einem Bananenboot von einem Elektroboot, das der Katamaran mittransportiert hatte, ziehen zu lassen. Wir machten den Spaß mit, ohne es zu bereuen. Das war Spaß pur. Am Ende wurden wir, dank einer stark geschnittenen Kurve, allesamt ins Meer geschmissen. Dort schwammen wir (natürlich mit Schwimmweste gesichert) also alle zusammen, kilometerweit entfernt von Land und Leute. An einem anderen Tag gingen wir in das große Shoppingcenter nach La Cañada, wo wir uns auch einen spanischen Film im Kino anschauten.
Doch natürlich besuchten wir während unseres Aufenthalts auch noch einige Städte. So waren wir in dem abgelegenen Ronda und liefen dort über die sehr bekannte Brücke und genossen das unverwechselbare Stadtflair. Außerdem besuchten wir Málaga, das mit dem Bus in etwa einer Stunde von Marbella aus zu erreichen war. Dort sahen wir uns unter anderem das Picassomuseum an und bestellten uns Paella in einem einladenden Restaurant.
In der Schule erzählte man sich dann montags von seinen Ausflügen, was zur Folge hatte, dass man auch von den Wochenenden der Anderen erfuhr und sich Tipps geben konnte. Andere besuchten beispielsweise die Städte Granada, Cordoba und Sevilla oder Gibraltar oder nutzten das große Sportangebot (Golf- und Tennisplätze etc.). Wieder Andere schauten sich doch tatsächlich auch einen Stierkampf in Málaga an oder eine Flamencoshow. Jeder hatte immer viel zu berichten, denn in Marbella und Umkreis gab es soviele Möglichkeiten. Viel zu viele, um sie in drei Wochen alle zu sehen. Dementsprechend hatten wir immer volles Programm.

Ich kann nur jedem, der die Möglichkeit hat, empfehlen solch eine Sprachreise zu machen. Es sind so viele Eindrücke, die man von dieser Reise mit nach Hause nimmt, soviele Bekanntschaften, die aus der ganzen Welt kommen und mit denen man den Kontakt beibehält, weil man zusammen so viele schöne Erlebnisse hatte.
Und Marbella war für uns der perfekte Ort…. Dementsprechend war auch der Abschied sehr traurig. Doch ich bin mir sicher: Wir werden zurück kommen… Irgendwann..!!




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Altstadt Marbella
Aussicht auf Ronda
Brücke in Ronda
Delfine bei der Katamaranfahrt
Schule Enforex
Flair in der Altstadt
 
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