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Tamara George berichtet aus Nerja (Spanien)

Anfang Juni flog ich nach Andalusien, um aus beruflichen Gründen an der Escuela de Idiomas Nerja einen zweiwöchigen Intensivkurs in einer Minigruppe zu machen. Viele meiner Kolleginnen waren schon einmal in Nerja und schwärmten von dem kleinen, unverbauten und wenig touristischen andalusischen Örtchen, seinen vielen Buchten und Stränden. Um möglichst viel innerhalb von zwei Wochen zu lernen, buchte ich nicht ein Zimmer in der schuleigenen Residenz, sondern in einer Gastfamilie.

Am 07.06. flog ich nach Màlaga. Vom Flughafen wurde ich abgeholt und war in weniger als einer Dreiviertelstunde in Nerja vor dem Haus meiner Gastfamilie.

 

Sie empfingen mich sehr herzlich, aber ich merkte schnell, dass der andalusische Akzent mir einige Verständnisschwierigkeiten bereitete. Ich hatte zwar ganz annehmbare Spanischkenntnisse, musste aber feststellen, dass ich manchmal die simpelsten Vokabeln nicht wusste und mich somit nur schwierig auf Spanisch ausdrücken konnte. Schreiben und Lesen fiel mir wesentlich leichter. Zum Glück hatte die Gastfamilie aber in dieser Hinsicht wohl schon einiges an Erfahrungen gesammelt und griff mir immer helfend unter die Arme.

 

Am nächsten Tag brachen meine Gastmutter und ich gemeinsam in Richtung Schulresidenz auf, wo ich mich gegen 9.00 Uhr einfinden sollte, um einen sprachlichen Einstufungstest zu absolvieren. Ich wurde von den Mitarbeitern der Schule sehr herzlich begrüßt. Anschließend wurde mir der Test ausgehändigt, den ich dann in der Cafeteria im UG der Residenz bearbeiten musste. Enthalten war sowohl ein Grammatikteil als auch einige kleine Aufgaben, bei denen man selbst einen kurzen Text schreiben sollte. Nach Fertigstellung gab ich den Test ab und wurde dann noch zu einem kurzen Interview gebeten. Dann erfolgte die entsprechende Zuordnung zu einem Kurs(niveau). Am selben Tag wie ich fingen außerdem noch vier weitere Sprachschüler mit einem Kurs an, so dass wir alle nach dem Einzelinterview noch einmal zusammengetrommelt wurden, um erste Informationen zum Stundenplan und zum generellen Kursablauf zu erhalten sowie uns mit dem notwendigen Buchmaterial auszustatten. Des Weiteren erhielten wir einen Fragebogen zur Kundenzufriedenheit mit der Bitte, diesen am Ende der Woche zwecks Beurteilung unserer ersten Kurswoche auszufüllen. Wenige Zeit später machten wir uns alle auf den Weg zur Schule, wo wir dann von einer Mitarbeiterin in die verschiedenen Klassenräume gebracht wurden.

 

Als ich ca.10 Minuten in meinem Kurs saß, war ich schon fest davon überzeugt, dass die Lehrer mich morgens falsch eingestuft hatten: alle um mich herum schienen schon fließend zu sprechen, verstanden scheinbar auf Anhieb alle Aufgaben und ich saß in der Mitte und hoffte, dass ich überhaupt den Anschluss an den Kurs finden würde. Man muss mir meine anfängliche Verzweiflung angesehen haben, denn in der Pause von 10.45 Uhr bis 11.10 Uhr kamen die ersten Mitstreiterinnen auf mich zu und sagten mir, dass sie alle in den ersten 3-4 Tagen dasselbe erlebt hätten, es danach aber stetig besser geworden wäre und man sich in den Kurs einfinden würde. Ich war dennoch skeptisch. Der erste Tag ging sehr schnell um, im Nu war es halb drei. Nach dem Unterricht gingen wir gemeinsam in die Residenz, um dort die Hausaufgaben zu erledigen. Am Abend gab es für die Neulinge noch eine kurze Veranstaltung, bei der uns frischer, selbstgemachter Sangría und eine Tortilla serviert und die kulturellen Aktivitäten vorgestellt wurden.

 

 

Grundsätzlich hat die Schule ein sehr breites Angebot an Aktivitäten, die man wahrnehmen kann. So gab es beispielsweise Beachvolleyball am Strand, Salsa Unterricht, gemeinsames Paella-Kochen, spanische Filmvorführungen und Ausflüge. Um einen Tag verschnaufen zu können, buchte ich für samstags einen Ausflug nach Sevilla und ging sonntags morgens ins Gebirge zum Reiten. Das war ein schönes Erholprogramm und man ist dennoch immer mit der spanischen Sprache konfrontiert und kann ohne Druck ein wenig üben.

In der Cafeteria hatte man alles, was man zur Lernunterstützung benötigt: man konnte sich etwas zum Trinken und zum Essen kaufen, es gab mehrere Internetrechner, wo man schnell etwas nachsehen konnte, und für diejenigen mit eigenem Laptop, gab es kostenlosen und schnellen WLAN Zugang. In der Schulresidenz gab es außerdem eine geräumige Küche und eine Waschküche, so dass man sich selbst bei Bedarf etwas kochen bzw. seine Wäsche gegen eine geringe Gebühr waschen konnte. Es war also in jeder Hinsicht für alles gesorgt. In unmittelbarer Nähe (ca. 5 Minuten zu Fuß) gab es einen großen Supermarkt. Ansonsten fanden sich über das Städtchen verstreut typische kleine Kiosks, bei denen man bis spät in die Nacht noch Obst, Wasser etc. kaufen konnte.

Die ersten Tage blieb ich bis 22.00 Uhr in der Cafeteria, um dort das vermeintlich Verpasste aufzuholen und nachzubereiten. Und wie es die anderen bereits prophezeit hatten, hörte ich mich immer mehr in die Sprache ein, verstand immer besser und ergriff auch langsam selbst die Initiative, das Sprechen zu üben. Leider merkte ich gleichzeitig, dass zwei Wochen für einen Sprachkurs eigentlich zu kurz sind. Im Gegensatz zu anderen, die ihren Urlaub mit einer Sprachreise verbunden hatten, musste ich in den zwei Wochen mich richtig ins Zeug legen, um für meinen Beruf das meiste aus dem Aufenthalt in Nerja mitzunehmen. Also buchte ich mir zusammen mit einer Mitschülerin auch noch eine Einzelstunde am Nachmittag. Alles in allem war das ein sehr straffes, aber dennoch unterhaltsames Programm. Wir hatten wirklich gute und engagierte Lehrer, die einem Spaß am Lernen vermitteln konnten. Die schönen und super ausgestatteten Klassenräume sowohl im Schulgebäude als auch im Innenhof rundeten dieses Lernerlebnis hervorragend ab.

In der Schule wird in zweiwöchigen Rhythmen gelernt. Das heißt, dass innerhalb von zwei Wochen jeweils ein Buch mit 10 Lektionen durchgenommen wird, das Lerntempo ist also recht hoch. In jeder zweiten Woche wird daher donnerstags ein Test zur eigenen Überprüfung geschrieben, bei dem man mindesten 70/100 Punkten erreichen sollte, um in der Folgewoche den nächsthöheren Kurs zu besuchen. Dieser Test umfasst sowohl Aufgaben zum Hör- und Leseverständnis, als auch einen langen Grammatikteil und ein zu schreibendes Essay zu einer bestimmten Aufgabenstellung.

 

Besonders positiv fiel mir auch die Serviceorientierung aller Mitarbeiter auf. Wenn man eine Frage/Anmerkung/Beschwerde hatte oder Hilfe brauchte, war immer jemand da, der helfen konnte und eine Engelsgeduld bewies, wenn man sich noch nicht so gut/fließend in Spanisch ausdrücken konnte. Am Ende meines Aufenthaltes erhielt ich ein Zertifikat der Sprachschule auf dem die Kursarten, das Niveau und die Dauer des Aufenthaltes vermerkt worden waren. Dazu gab es noch eine DVD mit vielen schönen Eindrücken aus Nerja. Auch jetzt steht mir der Zugang zu dem schuleigenen Intranet noch zur Verfügung. Dort kann man sich mit anderen (ehemaligen) Schülern austauschen, aber auch im Forum Fragen an die Lehrer richten oder einfach ein Thema diskutieren.

Abends gingen wir eigentlich immer alle etwas zusammen essen oder trinken. Da die Schule recht überschaubar ist, lernt man auch schnell Leute aus anderen Kursen kennen. Dadurch vergrößerte sich unsere Gruppe für allabendliche Ausflüge recht schnell um einige Personen. Nerja hat viele Restaurants und Tapasbars zu bieten und man kann für wenig Geld wirklich gutes Essen bekommen. Außerdem gibt es viele kleine Geschäfte für Bekleidung, Buchläden, Wohnungseinrichtungs- und Schmucklädchen, durch die man gut schlendern kann, um abends nach getaner Arbeit auszuspannen.

Am 19.06.09 musste ich dann leider nach der letzten Unterrichtsstunde schon zum Flughafen nach Málaga aufbrechen. Ich wäre wirklich gerne noch einige Wochen dortgeblieben, um die Sprache zu verbessern. Jedem, der die Zeit hat, kann ich nur empfehlen, mindestens drei Wochen oder länger in Nerja zu bleiben. Zwei Wochen sind klasse, um vorhandene Kenntnisse zu vertiefen und viel Motivation zum Sprachenlernen zu tanken. Um aber die Sprache besser festigen zu können, ist ein längerer Aufenthalt sicher sinnvoll und etwas weniger anstrengend. Ich habe von vielen gehört, dass sie bei einem mehrwöchigen Aufenthalt auch Kurse wiederholt haben, um das erworbene Wissen erst richtig zu festigen, bevor sie in den Anschlusskurs wechselten.

Nerja selbst ist sehr gepflegt und hat wirklich malerische Gässchen und tolle Strände mit glasklarem Wasser. Außerdem fühlte ich mich dort sehr sicher, wenn ich gegen 12 Uhr abends noch ca. 20 Minuten bis zu dem Haus meiner Gastfamilie laufen musste. Es waren immer viele Menschen auf der Stasse und selbst in ruhigeren Straßen war alles beleuchtet und gut einsehbar.

Abschließend kann ich nur sagen, dass sowohl die Schule als auch der Ort Nerja immer eine Reise wert sein werden. Den nächsten Sprachkurs werde ich auf jeden Fall wieder dort buchen und freue mich jetzt schon darauf.

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