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Rebecca Jansch berichtet aus Teneriffa (Spanien)

Puerto de la Cruz ist mit 30.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt auf Teneriffa. Alles gut zu Fuß erreichbar, man muss maximal 20 Minuten gehen um von einem Ort zum anderen zu kommen, das meiste liegt aber näher. Puerto hat eine geschäftegesäumte Strandpromenade, an der auch die Schule liegt. Gleich gegenüber ist ein Meerwasserschwimmbad, der Lago Martianez, für den man in der Schule ermäßigte Karten kaufen kann. Ein wirklich schön gestaltetes Schwimmbad mit genügend Liegeflächen und -stühlen. Der schönste Strand ist der Playa Jardin, ungefähr 20 Minuten zu Fuß von der Schule entfernt, mit ganz weichem schwarzen Sand und leuchtend bunten Blumen am Rand. Wenn man den Weg nicht zu Fuß zurücklegen möchte, kann man auch das Bähnchen nehmen, das gleich um die Ecke von der Schule abfährt und am Loro Park endet, der fast gegenüber des Playa Jardin liegt.

Auch der Loro Park ist eine Sehenswürdigkeit Puertos der sich trotz der 22 Euro Eintritt lohnt. Es gibt drei Shows, eine mit Seelöwen, die ist wirklich schön, eine mit Delphinen und eine mit Papageien und dann kann man sich auch noch einen Kinofilm mit Naturaufnahmen anschauen. Das ist alles im Preis mit drin. Ansonsten gibt es Delphine, Tiger, Panther, Leoparden, Affen, Papageien und vieles andere zu bestaunen. Besonders beeindruckend sind das Pinguinarium, in dem man die Tiere auch unter Wasser beobachten kann und der Glastunnel, der durch das Haibecken führt, in dem die Haie um einen herumschwimmen.

Die Touristeninformation ist am Plaza de Europa, die Schule zeigt jedoch am ersten Tag die wichtigsten Straßen und Plätze in Puerto und organisiert am ersten Abend ein Willkommensessen. Die Don Quijote Schule ist klein aber sehr gepflegt, man kann kostenlos ins Internet, die Lehrer sind freundlich und helfen auch in nichtschulischen Angelegenheiten wie der Planung von Ausflügen. Ein kleines Manko ist vielleicht, dass die Schule kaum Freizeitaktivitäten unter der Woche wie Kochkurse, kleinere Ausflüge, Weinproben o.ä. organisiert, es gibt jedoch jeden Tag eine Stunde extra Unterricht, bei dem über verschiedene Themen (volkstümliche Musik, Tanz, Gesang...) gesprochen wird. Die Schule organisiert Ausflüge nur am Wochenende, die aber in der Nachsaison, in der ich dort war, manchmal wegen zu geringer Beteiligung ausfallen. Einer der Tagesausflüge, der stattfand, war Masca, ein kleines Dorf in den Bergen, von dem aus man über Stock und Stein bis zum Meer wandert.

Nicht zu empfehlen für Menschen mit Knie- oder Fußproblemen, denn man klettert durch enge Felsspalten und nach elf Kilometern über Stock und Stein durch ein schönes Tal ist man doch einigermaßen k.o.. Zum Glück muss man mit der organisierten Tour nicht wieder zurücklaufen, man wird stattdessen von einem Boot abgeholt, dort gibt es Essen und Getränke, man kann auf der Fahrt nach Los Gigantes die Steilküste bewundern und mit etwas Glück Delphine sehen. Falls einer der gewünschten Ausflüge mit der Schule nicht stattfindet, ist das nicht allzu schlimm, denn man kann sich vieles mit den öffentlichen Bussen anschauen. Die Busse auf Teneriffa (die sogenannten Guaguas) sind zuverlässig, schnell, relativ pünktlich, sauber und trotzdem günstig und fahren wirklich überall hin und auch die Taxis sind nicht allzu teuer. Puerto de la Cruz ist zudem auch noch einer der Orte, die von den Bussen bevorzugt angefahren werden. Wenn ab Puerto tatsächlich kein direkter Bus fährt, ist man eine halbe Stunde später in Santa Cruz, dem Hauptumsteigeplatz von Teneriffa. Die Busse sind in Teneriffa das Hauptverkehrsmittel und sind für Ausflüge wirklich absolut geeignet. Die Busfahrer sind hilfsbereit und wenn man mit sie auf Spanisch (mag es noch so holprig sein) etwas fragt, gleich noch mal so freundlich. Denn auf der Insel sind die Touristen sind besonders unbeliebt, die erwarten, dass im Urlaubsland jeder ihre Sprache spricht. Und schließlich macht man genau dafür den Sprachkurs: um kein solcher Tourist zu sein. 

Meine persönlichen Ausflugstipps sind:

Für einen halben Tag:

· Der Park der unterhalb des Tauro Casino ist, wirklich ein schöner Park mit Wasserfall, Blumen und einem tollen Blick über Puerto.

· La Orotava liegt zwischen Puerto und dem Teide auf halber Berghöhe. Es ist dafür bekannt, dass im Mai in den Strassen Bilder aus buntem Sand vom Teide und Blütenblättern gelegt werden, wo dann eine Prozession stattfindet. Man hat von dort aus einen tollen Blick über Puerto und die Küste. Ganz in der Nähe befindet sich der Mirador de Humboldt gefahren, Humboldt soll an dieser Stelle vor Begeisterung über die schöne Landschaft auf die Knie gefallen sein. Hier bietet sich wieder ein toller Blick über die Küste.

· Jardin Botanico: Ein Botanischer Garten mit exotischen Blumen und Bäumen.

· Bananera ElGuanche: Leider recht teuere Bananenplantage etwas außerhalb von Puerto, die ähnlich wie der Jardin Botanico die einheimischen Gewächse zeigt, sich aber mehr auf die essbaren Pflanzen konzentriert, wie z.B. Mango- Papaya-, Bananen-, Mandarinen-, Kaffee- und Kakaobäume. Im Eintritt mit inbegriffen sind ein kleiner Bananenlikör, eine Banane und eine Strelizie.

· Camello Center: Zwischen La Orotava und Puerto gelegen, für 10 Euro Eintritt 15 Minuten Kamelreiten und einen kleinen Snack (das typisch kanarische Gericht: Kartoffeln in Salzkruste und scharfe Sauce, Ziegenkäse), ansonsten ein kleiner Tierpark.

· Icod de los Vinos : Am besten mit Freunden/ anderen Sprachreisenden zu einer kleinen Weinprobe hinfahren, ca. 30 Minuten mit dem Bus. Eine wirklich nette kleine Stadt mit wertvollen Kunstschätzen in der Kirche.

· El Sauzal: Das kostenlose Weinmuseum ist wirklich schön und interessant, man erfährt viel über die Herstellung des Weines auf Teneriffa und kann auch gegen ein kleines Endgeld den Wein verkosten (zwei Gläser Weiswein für knapp 80 Ct., zwei Gläser Rotwein für ca. 95 Ct.). Wenn man danach hinunter ins Dorf läuft, erwartet einen ein wunderschöner Aussichtspunkt an der Steilklippe, der in einem kleinen Park gelegen ist. Sehr romantisch.

Für einen Tag:

· Pyramiden von Güimar: Pyramiden auf Teneriffa? Gibt's nicht? Doch! Sehr beeindruckendes Museum in Güimar (mit dem Bus über Santa Cruz nach Güimar), das nicht nur über die Geschichte der Pyramiden informiert, sondern auch über den Drachenbaum, dem Wahrzeichen Teneriffas.

· Loro Park (s.o.)

· Masca (lieber organisierte Tour mit der Schule machen, s.o.)

· Der Teide, die höchsten Erhebung Spaniens mit ca. 3718m. Allein die Fahrt nach oben mit dem Bus war schon ein Erlebnis, die Landschaft am Fuß des Teide war in sattem Grün, wurde immer kahler bis kurz vor der Talstation der Seilbahn alles ein bisschen an eine Mondlandschaft erinnerte. Das ist also der Grund, warum man Teneriffa auch als den Minikontinent bezeichnet, man entdeckt wirklich verschiedenste Landschaften. Ich bin nicht ganz nach oben bis kurz unter den Gipfel gefahren, denn die Seilbahn hätte 20 Euro und ziemlich viel Wartezeit gekostet. Ich bin im Tal vor dem Teide gewandert, ein echt tolles Naturschauspiel. Jeder gelaufene Meter bringt neue Felsformationen und andere Farben zum Vorschein. Und es war nicht wie in meinem Reiseführer beschrieben sehr kalt sondern sehr sonnig und angenehm warm, also viel Sonnencreme benutzen, ich hab einen echt bösen Sonnenbrand abbekommen!

Ein Tipp zum Schluss: Meist kostet der Eintritt für Touristen mehr als für Einheimische. Am besten fragt man einfach nach, ob man nur den Preis für Einheimische zahlen muss, weil man mehrere Wochen auf der Insel wohnt, um einen Sprachkurs zu machen, und um sich die Kultur und Natur anzueignen. Klappt häufig. Außerdem kann man den Preis für den Bus reduzieren, wenn man sich ein Bonoticket kauft, das kostet 12 Euro und kann in allen Bussen auf der Insel benutzt werden. Dann ist das Fahren günstiger und man bekommt auch in einigen Museen verbilligten Eintritt.

Alles in allem war mein Aufenthalt in Puerto de la Cruz auf Teneriffa ein voller Erfolg, es gibt nur zwei Kritikpunkte: die An- und die Abreise. Alle, die nach Teneriffa fliegen, sollten nicht die sehr bekannte spanische Airline (die auch in der "oneworld alliance" ist) wählen, da keinerlei Service weder an Bord (ein Sandwich an Board kostet 7 Euro, ein kleines Wasser 1,50 Euro, eine kleine Cola 2,50 Euro) noch am Boden (sehr hohe Preise für Übergepäck), Unfreundlichkeit und leider auch Unpünktlichkeit (von vier Flügen drei mit je über 30 Minuten Verspätung) an der Tagesordnung sind. Auf Teneriffa gibt es zwei Flughäfen, einen im Süden, einen im Norden, wobei die bekannte spanische Airline den Nordflughafen anfliegt, die deutschen Ferienflieger eher den im Süden. Lieber also entspannt am Südflughafen landen als sich gleich am Anfang über die Fluggesellschaft ärgern zu müssen.

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