Jennifer Hild

Diese Sprachreise nach Frankreich war eigentlich alles andere als geplant. Eines Tages kam meine Klassenkameradin auf mich zu und fragte mich, ob ich nicht auch mit möchte und, na ja.., hier war ich. Die Anreise hat mir besonders gefallen, da ich schon ewig nicht mehr geflogen bin, war aber auch ziemlich stressig, da wir in Paris einmal umsteigen mussten.

Ein Tipp an alle zukünftigen Sprachreisler: Nehmt unbedingt ein Taxi zu eurer Residenz. Wir dachten natürlich nicht daran und trabten, mit unseren je 30 kg Gepäck und den Stadtplan in der Hand, einfach mal los. Ich schreib nur eins: Ich war heilfroh, als ich in der Residenz war. Am ersten Tag war ich natürlich besonders aufgeregt. Wir mussten einen Einstufungstest schreiben und die anderen 10, die mit mir im Zimmer waren, waren natürlich auch super nervös. Danach hatten wir Pause und gingen einen Kaffee trinken. Es waren Leute mit so vielen verschiedenen Nationalitäten dabei, dass wir uns auf Englisch unterhalten mussten. Dies ist einer der tiefsten Eindrücke, die die Sprachreise bei mir hinterlassen hat.

Man kann sich mit so vielen Leuten aus so vielen unterschiedlichen Ländern unterhalten, wenn man sich nur auf einer Sprache verständigen kann. Der Kurs war eigentlich das, was mir an der gesamten Reise am besten gefallen hat. Ich hatte zweimal Kurs am Tag: Standard u. Intensiv, d.h. auch zwei verschiedene Kurse, also insgesamt 6 Std. täglich Kurs. Zuerst war es für mich, als hätte mich jemand ins kalte Wasser geworfen. Wir kommunizierten nur auf Französisch, dies war die einzige Sprache die während dem Unterricht erlaubt war. Und man musste dies auch tun, denn die Sprachschüler, die aus anderen Ländern kamen, konnten außer ihrer Muttersprache nur Französisch, also war dies die einzige Möglichkeit, sich mit den anderen zu unterhalten. Nachdem ich 5 Jahre Französisch in der Schule hatte, war es ein Schock für mich, zu erfahren, wie wenig ich eigentlich wusste.

Meiner Meinung nach hat mir die Sprachreise darin am meisten geholfen, meinen Wortschatz enorm zu verbessern, denn in diesen zwei Wochen, in denen man dort ist, taucht man so sehr in die Sprache ein, dass man Wörter aufnimmt, wie ein Schwamm. Was natürlich auch sehr wichtig ist, ist die Zeit nach dem Unterricht. Wir sind oft etwas trinken gegangen, oder tanzen (ganz zu empfehlen ist die Australian Bar) oder auch ins Kino gegangen. Wir waren im Film "Mr. & Mrs. Smith" mit Angelina Jolie und Brad Pitt, denn da ist es eigentlich egal ob man was versteht oder nicht. Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Sprachreise, ob man sie lieben oder hassen wird, eine wertvolle Erfahrung ist, die sich lohnt gemacht zu werden.