Nadine Jakob

Reisebericht für Converse International School of Languages in San Francisco vom 25.08.-03.10.

Meine Kommilitonin und ich haben uns zu Beginn des Jahres für die Stadt, die einst bekannt für ihre Love Revolution in den 60ger Jahren wurde, entschieden um dort einen TOEFL-Preparation Course zu belegen. Wir bevorzugten einen Aufenthalt in einem Hotel um unseren Alltagsablauf unabhängig von einer Gasfamilie gestalten zu können.Wir wohnten zentral in Nähe des Union Squares in San Francisco, in einem sauberen Apartment der Gayloard Suites, 620 Jones Street.

Unsere Schule liegt etwa 10 Minuten Fußweg von der Suite entfernt, in der Haupteinkaufsstraße der  Marketstreet 605. Die Schulräumlichkeiten befanden sich im 3,7 und 10ten Stockwerk eines 11-stöckigen Gebäudes im Finacial Distrikt von SF. Zum Lunch in den Pausen einfach runter mit dem Aufzug und ab ins abwechslungsreiche und lebendige Citylife.

Hier gibt es unzählige Möglichkeiten sich sein Mittagsessen zu organisieren, ein MC Donalds liegt zum Beispiel direkt neben der Schule und um die Ecke ist ein Subway zu finden. Die Bakery 10 Meter weiter bietet wohl das einzig frische und herb schmeckende Brot an, was man in der Stadt bekommen kann. Denn Brot, wie wir es aus deutschen Bäckereien kennen, sucht man in amerikanischen Supermärkten vergebens!

Die Schule kann ich auf Grund der vielen positiven Erfahrungen nur loben! Wir wurden herzlich vom Lehrpersonal empfangen und die Sekretärin an der Information, war stets bemüht offene Fragen rund um die Schule, Reisetrips, Freizeitgestaltung und die Unterkunft zu beantworten. Die Räumlichkeiten waren sauber und gut ausgestattet. Das Lehrpersonal war gut organisiert und bemüht uns gezielt auf die TOEFL-Prüfung vorzubereiten. Der Unterricht ging von morgens 8:30 bis 12:30, dazwischen lag eine Lunch Pause von 10:30-11:00.

Die Schule bietet diverse Trips rund um San Francisco an, wie zum Beispiel einen Ausflug nach Alcatraz, den ich nur empfehlen kann, auch die Audio Tour durch das ehemalige Gefängnis ist ein Erlebnis!

Das Publikum in der Schule ist breit gefächert, nahezu alle Nationalitäten treffen in den Klassensälen zusammen, was einen persönlich sehr bereichert so viele unterschiedliche Kultureinflüsse erleben zu dürfen.Am stärksten vertreten waren wohl unsere europäischen Freunde aus Spanien, dicht gefolgt von Japan und Südkorea , hin und wieder waren auch deutsche Landsmänner und unsere Nachbarn aus Frankreich anzutreffen.

In unserer Klasse waren wir gerade Mal 4 Leute: ein 19- jähriger Abiturient aus Paris und

eine 21- jährige Studentin aus Seoul , neben Diana und mir: 2 Studentinnen aus Saarbrücken.

Der für  Freizeitaktivitäten zuständige Lehrer, Bill sollte ich an dieser Stelle auch erwähnen, der unsere Buchungen des Los Angeles und Las Vegas Trips mit Pleasant Holidays perfekt für uns organisierte.

Unseren späteren Trip nach Hawaii konnten wir dann eigeninitiativ, online über den gleichen Veranstalter buchen, nun ohne Bills Unterstützung zu beanspruchen, denn bis dahin waren wir vertrauter mit der amerikanischen Art und Weise zu Reisen : direkt via Internet ohne weiteren Service zu buchen und  mit unserer Visa zu bezahlen. Zugegeben waren wir etwas skeptisch , denn einen Hawaii Trip ohne ein Reisebüro aufzusuchen zu buchen, war uns serviceverwöhnten erstmal etwas suspekt! Aber das hat im Endeffekt alles wunderbar geklappt und unsere Tickets hat uns Pleasant Holiday direkt zur Suite per UPS geschickt.

Nachdem wir uns schnell dem San Francisco “way of life” angepasst haben und uns in die freundliche und abwechslungsreiche Dynamik der Stadt integrierten , lernten wir rasch Leute in unserem Viertel kennen; seien es die Besitzer unseres Lieblingscafes an der Ecke Jones -Geary Street  dem Angles Cafe, oder die Besitzer des Chinese Food Restaurant King Ling, die immer Zeit für ein Schwätzchen hatten und sehr freundlich waren, ohne die anderen Straßenbekannt­schaften und Schulbekanntschaften zu erwähnen und nicht zu Vergessen die Leute, die man im Hotelaufzug kennen lernte.

In den 6 Wochen und Dank der angenehmen Unterrichtszeiten, hatten wir genügend Zeit die Sehenswürdigkeiten der Stadt restlos auszukosten. Da wäre der Klassiker, das Pier 39 mit seinen Seelöwen und der bunt angelegten Restaurants und Shops und dem Aquarium of the Bay, ein kleines aber durchaus sehenswertes Aquarium, wo man auch Leopardenhaie und  Rochen mal anfassen kann. Ich würde auch empfehlen bei Bubba Gump Shrimps ein  “Shrimps Heaven” Meal zu probieren, erstklassige Shrimps in verschiedenen Variationen-> Lecker!

Das bekannte Hippiviertel “Haight Ashbury“, wo die Zeit im Jahre 1968 scheint stehen geblieben zu sein, war ein absolutes Muss für uns. Der Haight - anschließende Golden Gate Park, der wunderschön angelegt ist, war eine willkommene Abwechslung zu dem eher “Betonlastigen” Downtown- Leben in unserem Block. Hier kann man noch alte 68ger Anhänger erleben, die mit Rasseln und Trommeln im Park chillen und ihn zu einem Erlebnis werden lassen. Die Golden Gate Bridge ist sehr schön vom Marina Beach aus zu betrachten, ein kleiner Strand, wo alle Generationen und Nationen zusammentreffen um den schönen Ausblick auf die Bridge zu genießen. Auch die Lombard Street, und deren Zick Zack Verlauf haben wir bewundern können.

An der Stelle sei erwähnt, dass man gut zu Fuß unterwegs sein sollte in dieser Stadt , denn die Straßen haben teilweise eine beachtliche Steigung ! Man besteigt Hügel um Hügel um zum Ziel zu gelangen, wenn man die Lombard von der Market Street aus, zu Fuß erreichen will. Was ich allerdings nur empfehlen kann, denn Erstens erlebt man mehr und ist näher am Geschehen der Stadt und Zweitens sind die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt stets überfüllt und die San Francisco Muni hat den Ruf, ständig verspätet zu sein!

Auch diese Erfahrung haben wir machen müssen als wir mit der `38` zum Ocean Beach in Richtung Cliff House fuhren. Die berühmten Cable Cars der Stadt scheinen die Touristen Attraktion schlecht hin zu sein und waren ständig belegt. China Town ist wie man es vielleicht schon aus anderen Großstädten kennt, ein lebendiges Viertel was jede Menge Schnick -Schnack und sehr gute Restaurants zu bieten hat!

Auch für den Souvenirkauf sehr geeignet, jedoch sollte man die ersten Geschäfte direkt hinterm China Town Gate meiden, denn nur ein paar Meter weiter gibt es die gleichen Artikel in einem anderen Shop 2-5 Dollar billiger! Für die Shopping Fans und Label Victims hat diese Stadt auch einiges zu bieten, ob Armani, Guess, Louis Vuitton, Versace, ED Hardy, etc. und natürlich die berühmte Levi´s gibt es hier in allen Variationen für schwache 50 Dollar.

Wegen der strengen Zoll Vorschriften schickten wir hin und wieder ein Paket mit Designer Mode in die Heimat. Es ist auch alles unversehrt angekommen! Souvenirs im Wert von 200Dollar sind erlaubt einzuführen (soweit uns das bekannt ist) , alles was drüber ist wird erstmal versteuert und du zahlst eine Strafe sofern du die Ware nicht angemeldet hast! Seit euch dessen immer bewusst, wenn ihr in San Francisco Shoppen geht und eure Beute auch wieder mit nachhause nehmen wollt!

Nach all den positiven Einflüssen und Erlebnissen mit und rund um die Stadt, sollte ich nun auch auf die weniger schöne Seite der Stadt eingehen! Ich war zum ersten Mal in den Vereinigten Staaten von Amerika und kannte das soziale Problem der 2- Klassen Gesellschaft nur aus Dokumentationen , nun habe ich es mit eigenen Augen gesehen! Die Obdachlosen sieht man hier alle 2 Meter, vor allem in der Geary Street und in Tenderloin, das wird auch das Viertel sein, vor dem euch die Schule und der Reiseführer warnen wird! Das ist sozusagen das Ghetto von SF, hier lebt man auf der Straße und bettelt sich durch den Tag. Man hält einem alle Nase lang den leeren Starbucks Becher vor die Brust und bettelt um “Some Change” Hier kämpft man ums Überleben  mit allen Mitteln und selbst Taxifahrer vermeiden es durch dieses Viertel zu fahren, auf Grund der hohen Kriminalitätsrate.

Hier hat die Polizei Dauereinsatz und auch wir, wo wir 3 Blocks weiter von diesem Viertel entfernt wohnten, hörten in der Nacht im Viertel-Stunden-Takt, die Sirenen der Polizei - darauf solltet ihr euch einstellen, wenn ihr diese Stadt besucht! It´s noisy at night!

Aber dieses Übel gehört eben zum Citylife dazu .Gelegentlich kam ich auch mit einigen Obdachlosen ins Gespräch und erkannte, dass viele Opfer der Gesellschaft sind und keinen Ausweg mehr sehen, als die Straße zu akzeptieren und sich das harte Leben angenehmer zu trinken! -Traurige Wahrheit! Erschreckend ist auch zu sehen, dass gleichzeitig neben einem Penner die Limousine eines Superreichen hält!

Nun war uns San Francisco nicht mehr genug und wir wollten mehr von der Westküste Kaliforniens sehen. Also haben wir uns 3 Tage von der Schule frei genommen und sind mit dem Bus erst nach Los Angeles, dann an den Santa Monica Beach und nach Hollywood gefahren. Die Busfahrt dauerte knappe 8 Stunden, gewohnt haben wir in einem Motel in den Anaheim Hills direkt neben Disney Land.

Ich kann es jedem nur empfehlen mit dem Bus zu reisen, den diese Strecke durch die Wüstenlandschaft Kaliforniens wäre uns sonst entgangen! Rast hatten wir “irgendwo im nirgendwo” in der brennend- trockenen Hitze Südkaliforniens. Auch die Universal Studios sollte man mal besuchen, der Knaller durch die Drehortkulissen zahlreicher bekannter Filme zu fahren! Don´t miss the Mummy Ride, eine Wahnsinns Indoor Achterbahn;)!

Der Universal Studio Vergnügungspark war wohl der Beste den ich bis jetzt erlebt hab! Santa Barbara, ein Ort weiter nördlich von L.A. ist bekannt für seine spanische Architektur und seinen wundervollen Strand, hier wohnen eben wie überall in den Hills rund um L.A. zahlreiche Celebrities. Am Pier von Santa Barbara verkaufen Künstler ihre Bilder und Fotografien, auf einem Rasen direkt vor dem weißen Sandstrand; auf der anderen Seite des Ortes ragen grün bewachsene Berge mit gelegentlich vom Schnee bedeckten, Spitzen hervor. Traumhafte Kulisse!

Unser nächster Trip ging nach Las Vegas, “Sin-City“ über diesen Trip könnte ich einen ganzen Roman schreiben, doch das ist ein Kapitel für sich! Las Vegas muss man erleben! Amazing! Solltet ihr Zeit für einen solchen Trip haben, versucht. Las Vegas mitzuholen!

Nach der Graduation, der Übergabe unserer Zeugnisse durch die Schulleitung am 3.10.08. hatten wir nun erfolgreich den Besuch an der Converse School beendet und noch einen weitere Woche zum Reisen.

 

Wir haben uns letztendlich und glücklicherweise für Hawaii und die Insel Oahu entschieden. Mahalo für diese Erfahrung! Der Flug von San Francisco aus dauert weitere 5 Stunden und  bringt durch das Reisen in eine andere Zeitzone wieder 3 Stunden Zeitverschiebung mit sich. Von Deutschland nach Hawaii waren es dann 12 Stunden - bei einem Telefonat zu beachten! Über Hawaii zu schreiben würde hier den Rahmen völlig sprengen, deshalb nur so viel: Traumhafte Landschaft, weiße Strände, türkisfarbenes Mehr, grünbewachsene Berge und Vulkane, Lavagestein, ein Regenwald, Hula Tänze und falls ihr die Serie Lost kennt, die wird hier auf Oahu gedreht. Die Hauptstadt ist Honolulu und der wohl berühmteste Strand der Waikiki Beach ist tatsächlich so schön , wie man ihn von Bildern kennt!-> wenn auch etwas viel Tourismus in diesem Teil der Insel herrscht, tut es der Landschaft keinen Abbruch! Oahu ein Traum!

Im Ergebnis hatten wir eine wundervolle und erfahrungsreiche Zeit, die uns in vielerlei Hinsicht in unseren Persönlichkeiten bereichert hat und unseren Horizont, auf Grund der vielen Einflüsse erweitert hat. Meine Englischkenntnisse haben sich enorm verbessert und  ich würde mich im englischsprachigen Berufsleben schnell einfinden, nach dieser TOEFL Vorbereitung.

Allen Reiseliebhabern und Sprachschuleninteressenten wünschen wir einen erfahrungsreichen und bereichernden Trip im Land eurer Wahl!

And if you ´re going to San Francisco, be sure to wear some flowers in your hair!;

Take care and enjoy your trip!