Gold Coast: Stefan Klopfer

Mit Emirate Airlines flog ich am 23.02. abends mit gemischten Gefühlen von Frankfurt über Dubai und Singapur nach Brisbane, wo ich nach 23-stündigem Flug erwartungsfreudig ankam. Als ich in Brisbane aus dem Flugzeug stieg, traf mich die Hitze erst mal wie ein Hammer. Bei meinem Abflug im winterlichen Deutschland hatte es noch –10 °C und nun wurde ich mit sommerlichen 35 °C im Schatten konfrontiert. Nachdem ich die langwierigen und ziemlich nervigen Einreiseformalitäten erledigt hatte, traf ich im Eingangsbereich des Flughafens meinen Fahrer, der mich zu meiner Gastfamilie bringen sollte.

Nach einstündiger Fahrt in einem Kleinbus kam ich dann mittags endlich an der Gold Coast bei meiner Gastfamilie an, wo ich von meiner „homestay mother“ schon erwartet wurde. Nach kurzer Begrüßung und Vorstellung zeigte sie mir das Haus und mein Zimmer. Außer mir waren zur gleichen Zeit noch ein Koreaner und ein Spanier zu Gast. Jeder hatte sein eigenes Zimmer, nur das Bad mussten wir uns teilen, was aber kein Problem war. Zu meiner großen Überraschung gab es sogar einen Computer mit Internetzugang, den wir rund um die Uhr kostenlos benutzen konnten. Insgesamt ging es in meiner Gastfamilie sehr locker zu. Jeder konnte sich am Kühlschrank nach Herzenslust bedienen und abends kochte meine „homestay mother“ immer für die ganze Familie.

An meinem ersten Schultag musste ich mich um 9.00 Uhr an der Rezeption der Schule melden, wo schon circa zehn andere Neuankömmlinge warteten. Nach kurzer Begrüßung durch den Direktor wurde uns die Schule gezeigt und die wichtigsten Dinge erklärt. Anschließend mussten wir einen Einstufungstest schreiben, dementsprechend wir dann in eine der 5 Klassen eingeteilt wurden. Zu meiner großen Überraschung kam ich in die höchste Klasse (upper intermediate).

In der ersten Woche hatte ich noch einige Probleme, da doch alles sehr schnell ging und ich im Vergleich zu meinen Klassenkameraden schon einige Defizite hatte. Nach und nach wurde es aber immer besser. Ich lebte mich ziemlich schnell ein und machte auch gleich viele nette Bekanntschaften. In meiner Klasse waren Koreaner, Brasilianer, Schweizer, eine Japanerin und zwei Spanier, also eine bunte Mischung, wodurch ich gezwungen war permanent Englisch zu sprechen.
Meine Lehrerin gestaltete den Unterricht sehr abwechslungsreich, so dass eigentlich nie Langeweile aufkam. Sie legte vor allem Wert auf das Sprechen, weshalb wir viel in kleinen Gruppen arbeiteten. Insgesamt herrschte eine sehr lockere und entspannte Atmosphäre. Es wurde viel gelacht und der Unterricht machte wirklich Spaß.

Insgesamt hat mir die Schule sehr gut gefallen. Sie ist in einem modernen Geschäftsgebäude im Herzen von Surfers Paradise 400 m vom Strand entfernt untergebracht. Die Schule verfügt über durchweg klimatisierte Klassenräume und über zwei größere PC-Pools mit Internetzugang, die kostenlos benutzt werden können. Sämtliche Angestellte und Lehrer sind sehr nett und außerordentlich hilfsbereit.

An den Wochenenden veranstaltet die Schule regelmäßig Ausflüge. Ich nahm beispielsweise an einem 3-tägigen Trip auf die Sandinsel Moreton Island teil, was ein unvergessliches Erlebnis war.

Ein normaler Schultag begann morgens um 8.00 Uhr und endete mittags um 14.00 Uhr. Dazwischen hatten wir eine Stunde Mittagspause von 12.00 bis 13.00 Uhr. Die Nachmittage verbrachte ich meistens am Sandstrand in Surfers Paradise. Es ist beinahe wie Urlaub, nur dass man morgens etwas „Sinnvolles“ macht.
Auch abends war in Surfers Paradise immer etwas geboten. Hier gibt es zahlreiche Bars, Pubs und Night Clubs, die jeden Abend geöffnet sind.

Ursprünglich wollte ich die Schule nur vier Wochen lang besuchen und anschließend noch drei Wochen das Land bereisen und erkunden. Da mir der Unterricht aber sehr gut gefiel und vier Wochen beinahe zu kurz sind, um seine Englischkenntnisse zu verbessern, verlängerte ich die Kurszeit um zwei Wochen.

Während meiner sechswöchigen Schulzeit machte ich zwei größere Ausflüge nach Melbourne und nach Sydney. Die zentrale Lage des Kursortes „Gold Coast“ ist optimal um Ausflüge an das nördlich gelegene Great Barrier Reef oder kleine Städtereisen nach Melbourne oder Sydney zu unternehmen. Alles ist mit Bus oder Flugzeug bequem zu erreichen.

Als Fazit kann man sagen, dass ich wirklich eine unglaublich schöne Zeit an der Gold Coast verbracht habe, die viel zu schnell vorbei ging. Für mich war es wie Urlaub mit dem Nebeneffekt, dass ich mein Englisch deutlich verbessern konnte. Ich habe viele interessante Menschen unterschiedlicher Nationen kennen gelernt und zahlreiche Freundschaften geschlossen. Es war ein unvergessliches Erlebnis, dass ich nur weiterempfehlen kann.