Marina Meinl

Englisch lernen kann durchaus Spass machen!

Meine Sprachreise führte mich nach England Bournemouth/Westbourne. Es gibt keinen bestimmten Grund warum ich diesen Ort gewählt habe, im Prospekt sah es einfach gut aus und auch die Beschreibung klang sehr positiv. Wie sich schon bald herausstellte, sollte ich nicht enttäuscht werden.

Am 08.09. begann mein „Abenteuer“ und sollte für drei Monate andauern. Ich hatte mich dazu entschlossen in einer Gastfamilie zu wohnen, was ich als viel besser und effektiver fand als eine Schulresidenz.

Die Gastfamilie bestand aus einer Person, nämlich meiner Gastmama Sue. Sie wohnte allein in Gesellschaft zweier Katzen. Zu meiner großen Freude war ich nicht die einzige Sprachschülerin in ihrem Haus, da sie immer mehrere Schüler bei sich aufnimmt. So traf ich dort auf eine Türkin, später kam noch ein Mädchen aus Kasachstan dazu. Mit beiden habe ich mich super verstanden und wir sind, in der doch kurzen Zeit, gute Freunde geworden.

Von meinem Zimmer war ich sofort begeistert. Man hört ja immer, dass Engländer dazu neigen ihre Häuser etwas kitschig einzurichten. So hatte ich schon fest damit gerechnet ein Zimmer mit Blümchentapete etc. zu bekommen. Umso mehr war ich dann natürlich erfreut als ich feststellte, dass dies nicht der Fall war. Die Wände waren weiß gestrichen, die Decke pink (ok, ganz ohne geht es einfach nicht), mit einer minzefarbenen Bordüre. Auch war es ziemlich groß (also von wegen Besenkammer) mit CD-Player und Fernseher ausgestattet. Mit meiner Gastmama habe ich mich sehr gut verstanden. Natürlich waren manche Dinge anders als Zuhause, aber dies stellte kein großes Problem dar. Das Essen schmeckte ausgezeichnet und war abwechslungsreich.

An meinen ersten Tag in Bournemouth kann ich mich noch gut erinnern. Ich kam am Samstag an und schon am nächsten Tag fuhr mich Sue nach Bournemouth ins Stadtzentrum. Es war ein sonniger und warmer Tag. In die Stadt selbst hatte ich mich sofort verliebt! Die großen Parkanlagen waren einfach ein Traum, und als ich schließlich an den Strand gelangte und aufs Meer hinausschaute, war ich mir sicher, dies werden drei wunderschöne Monate werden.

Meine Sprachschule befand sich in Westbourne. Ein ziemlich großes und modernes Gebäude. Die Schule verfügte über einen Gemeinschaftsraum, Bücherei, und einen Computerraum. Es gab insgesamt fünf verschiedene Leistungsklassen, welche von „Elementary“ bis „Proficiency“ reichten. Der erste Schultag läuft so ab, dass einem alles gezeigt wird und man einen Test schreibt. Dadurch können sich die Lehrer ein Bild von den vorhandenen Englischkenntnissen machen und entscheiden, welche Klasse am geeignetsten ist. So wurde ich als „höherer Durchschnitt“ eingestuft und kam in die „Higher Intermediate“ Klasse. Einmal im Monat gab es einen Test, in welchem man die Möglichkeit hatte in die nächste Leistungsklasse „aufzusteigen“. Dadurch befand ich mich am Schluss in der „Advanced“ Klasse. Die Klassen selbst bestanden aus maximal 15 Teilnehmern. Wobei dies in der Advanced Klasse so gut wie nie erreicht wurde. Der Durchschnitt hier lag bei neun Schülern. Der Unterricht hat mir großen Spass gemacht. Es wurde sehr abwechslungsreich unterrichtet. So arbeiteten wir mit unserem Buch, bekamen Arbeitsblätter, sahen hin und wieder einen Film, hörten uns Songs an oder spielten Spiele um neue Vokabeln zu lernen.

Auch hatte die Schule ein abwechslungsreiches Freizeitangebot. Es wurden verschiedene Ausflüge (z. B. nach Oxford, Stonehenge, Bath oder Stratford), Sportaktivitäten (Fussball, Tanzen), Filmabende etc. angeboten.

Ich fand es auch toll, dass man auf so viele Leute aus den unterschiedlichsten Ländern getroffen ist. Es ist wahnsinnig interessant von anderen Ländern und Kulturen zu hören.

Alles in allem hatte ich drei wunderschöne, ereignisreiche und lehrreiche Monate. Ich habe meine Zeit sehr genossen und viele neue Freunde gewonnen. Ich kann eine Sprachreise auf jeden Fall weiterempfehlen. Es ist eine wunderbare Möglichkeit neue Erfahrungen zu sammeln und natürlich die englische Sprache zu lernen! 

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