Steffen Thoma

Brighton & Hove sind zwei zusammengewachsene Städtchen an der Südküste Englands. Mit dem "Billigflieger" Germanwings konnte ich sehr günstig nach Gatwick übersetzten, von dort aus ist Brighten sehr einfach und schnell mit dem Zug zu erreichen.

Dort angekommen war ich nun auf meine "Gastfamilie" gespannt.

Es stellte sich schnell heraus, daß auch diesmal Frau Sardorf (TUI Reisebüro) und die iSt-Mitarbeiter gute Arbeit geleistet hatten. Eine freundliche, alleinstehende Frau um die 50 Jahre sorgte sich um mich und einen zweiten Sprachschüler aus Südkorea hervorragend. Sehr überrascht war ich dann auch von der englischen Küche. Ihr kennt das auch, rohes Fleisch, viel Schaf, wenig guter Geschmack! Nun, das muss ich korrigieren: In diesem Bereich Englands gibt es wohl französische Einflüsse, die auch einem verwöhnten deutschen Gaumen entsprachen, ich war hocherfreut!

Die Sprachschule selbst wird vorbildlich geleitet und das wirkt sich dann auch auf die einzelnen Kurse aus. Hier hatte ich mit "Pam" auch ein Goldstück erwischt, die "Chemie stimmte" und so konnte ich einiges in entspannter, oft lustiger Atmosphäre lernen.

Für mich hört das lernen mit beenden der Hausaufgaben dann nicht auf, denn abends muss ich natürlich die EIGENTLICHE Kultur der Menschen kennen lernen. Dies tat ich dann auch des öfteren in diversen Pubs(-23 Uhr) und Clubs(-2 Uhr).

Durch Teilnahme an verschiedenen von der Schule organisierten Ausfahrten und Besichtigungen (leider oft nicht billig in England) aber auch mit einer offenen, freundlichen Art kommt man schnell in Kontakt zu anderen Schülern und Einwohnern.

So war ich fast täglich mit ganz verschiedenen Leuten unterwegs, einen 17 jährigen Russen aus St Petersburg der in England studieren will, einer 30 jährigen Taiwanesin, deren charakterstarkes Auftreten mich sehr beeindruckt hat, einigen Südkoreanern, die nun schon mehrere Monate in England leben und sehr starke kulturelle Unterschiede verkraften mussten, einem Spanier der täglich das Nachtleben voll ausgekostet hat, mehrere junge italienische Soldaten, deren extrovertierte Art oft für Stimmung gesorgt haben und viele weitere Nationen... "Multikulti" und alle gehen aufeinander zu - der "kleine Weltfrieden" ist hier ganz einfach!

Es waren leider NUR 14 Tage, aber sicher interessanter als jeder Strandurlaub!