Anna Kristin H.

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Ich bin an einem Samstag in London, meinem Kursort, mit dem Flieger gelandet.
Den Weg zur Tube habe ich sehr schnell gefunden, wo mir dann auch sofort geholfen wurde, das richtige Ticket auszuwählen. (Wenn man Hilfe braucht, sind die Engländer sehr nett.)

Die Anfahrt zu meiner Gastfamilie verlief auch recht gut. Langsam kam ich meinem Ziel dann nun immer näher. Nun stand ich vor dem Haus und war schon etwas aufgeregt. Nachdem ich einige Male geklingelt und auch auf dem Telefon angerufen hatte, hat trotzdem niemand die Tür geöffnet. Ich war etwas verunsichert und wusste nicht was ich machen sollte. Dann habe ich aber erst einmal abgewartet, was letzt endlich auch richtig war. 15 Minuten später kam meine Gastmutter, die sich
auch sofort für ihre Verspätung entschuldigt hat. Der erste Schrecken war vorbei, weil nun doch alles gut verlaufen ist.

Zunächst wurde mir das Haus und mein Zimmer gezeigt. Anschließend hatte ich Zeit mich zurückzuziehen, bevor es dann das erste Dinner gab. Hierzu kann ich vielleicht anmerken, dass mich das englische Essen nun wirklich nicht begeistert hat – aber da sind die Geschmäcker ja zum Glück verschieden.

Am zweiten Tag bin ich dann erst einmal durch die Stadt geschlendert. Ein bisschen komisch war einem da schon, so ganz allein in einer großen Stadt. Vor allem, wenn man zum ersten Mal alleine verreist. Nichts desto trotz habe ich es genossen.

Dann war es auch schon Montag, mein erster Schultag. Zunächst hatten wir eine kleine Einführung, bevor der Einstufungs-Test begann. Gefreut hat man sich auf den natürlich nicht wirklich, aber er war wesentlich entspannter, als die Tests die man früher in der Schule so hatte.

Anschließend gab es einen Begrüßungsdrink im Pub. Hier hat man dann schnell ein paar Leute kennengelernt. Das Englischsprechen war auch gar kein Problem (klar, ein paar Wörter sind einem immer Mal nicht eingefallen, aber man findet immer irgendeine Umschreibung). Und ich war nun wirklich noch nie von meinen Englischkenntnissen begeistert – schon gar nicht, wenn es ums Sprechen ging.

Das waren so die ersten Eindrücke, die ich in London hatte.

Allgemein kann ich sagen: Von der Schule (ich war in der Kaplan Sprachschule Covent Garden) war ich sehr begeistert. Die Schule war zwecksmäßig, aber schön eingerichtet, mit einem kleinen Hof. 50 Meter zur einen Seite, war ein kleiner „Park“/Grünanlage, wo wir bei gutem Wetter unseren Lunch eingenommen haben. 50 Meter zur anderen Seite gab es einen Supermarkt mit sehr gutem Angebot an Essen – für London auch verhältnismäßig günstig – und ein paar Cafés.

Die Leute – sowohl Lehrer, als auch Schüler – waren sehr nett. Man hatte zu den Lehrern ein viel lockereres Verhältnis als in seiner „richtigen“ Schule. Und von meinen Mitschülern habe ich nach kurzer Zeit auch einige sofort ins Herz geschlossen.

So war einem auch nach der Schule nie langweilig, weil man entweder das Freizeitprogramm der Schule in Anspruch genommen hat oder etwas mit seinen neuen Freunden unternommen hat.
Meine Unterkunft war ok. Die Familie (Frau mit Enkelkind) war sehr nett, man hatte allerdings abgesehen vom Essen nicht viel miteinander zu tun. Mein Zimmer war auch sauber und ich hatte alles, was ich brauchte. Etwas nervig war allerdings der lange Weg zur Schule – ich musste immer eine Stunder vor Schulbeginn los, weil ich in Zone 4 gewohnt habe.

Um zum eigentlich wichtigsten Punkt zu kommen: Ich habe das Gefühl, dass sich die Sprachreise – obwohl sie nur 3 Wochen war – für mein Englisch gelohnt hat. Allerdings muss ich sagen, dass die Schule da nicht allein zu beigetragen hat. Die Schule war eine gute Grundlage, besonders für Grammatik. Aber der große Fortschritt für mich war es, einigermaßen flüssig zu sprechen. Das hat man schnell gelernt, weil man gezwungen war mit den anderen, die aus allen möglichen Ländern kamen, nur Englisch zu sprechen. (Ich habe mich bewusst von deutschen Mitschülern etwas entfernt, um möglichst kein Deutsch in der Zeit zu sprechen.)

Im Endeffekt kann ich sagen: Die Reise hat sich auf jeden Fall gelohnt, wobei ich denke, dass es besser wäre, wenn man einen längeren Zeitraum (min. einen Monat) bleibt. Ich kann sie an alle Leute, die ihr Englisch verbessern oder auffrischen wollen empfehlen. Ich selber hoffe auch, dass es nicht meine letzte Sprachreise gewesen ist.