Phillip Hustede

Erfahrungsbericht England


Hi Leute!
Wenn ihr auf diesem Bericht stoßen solltet, wünsche ich euch schon einmal viel Spaß beim Lesen und bedanke mich vorab dafür!
Für meine erste Reise, die ich ohne jegliche Begleitung unternommen habe, war London zwar nicht direkt ein Schock, aber bedurfte eine gewisse Eingewöhnungszeit.
Die erste Woche war ich noch ein hilfloser Typ, der durch die Tube stapfte und versuchte, bloß seine Züge zu erwischen.
In der zweiten Woche hatte ich mich langsam eingelebt, und die dritte Woche war schon Routine.

Falls ihr am Zweifeln seid, ob eine Sprachreise das Richtige für euch ist bzw. ob es dafür nach London gehen sollte, hoffe ich, das mein Bericht euch ein wenig diese Zweifel nimmt.    

Anreise:

Verlief problemlos. Zwar war der Flug sehr früh, aber das tat mir nichts ab.
Wenn ihr ein Problem damit habt, in den frühen Morgenstunden los zu müssen, dann könnt ihr euch rechtzeitig noch einmal bei iSt-Sprachreisen melden oder von vorneherein einen eigenen Flug buchen.
Ich hatte die Adressenbeschreibung meiner Unterkunft bereits erhalten; also begab ich mich am Flughafen direkt zur Station für jegliche Art von Bahntickets.

Je nachdem, wie lange ihr in England verweilt, solltet ihr euch zunächst informieren, was für euch am besten passt.

Ist euer Trip über mehrere Monate, so bietet sich das Anfordern einer „Studenten-Oyster“ an.
Die Oyster-Karte könnt ihr euch generell wie eine Prepaid-Karte vorstellen, die ihr pro Woche neu aufladen müsst.
Die Aufladungskosten variieren je nachdem, wo ihr in London wohnt.
Die Stadt ist in verschiedene Zonen aufgeteilt. Zone 1 liegt im Kern der Stadt, Zone 6 beinhaltet den Flughafen „Heathrow“, an welchem ich angekommen war.
Also entschied ich mit für eine Oyster für meine 3 Wochen Aufenthalt und bezahlte daher pro Woche ca. 50 Euro; klingt vielleicht viel auf den ersten Blick, ist aber definitiv die billigste Methode für mich gewesen.

Nehmt auf jeden Fall vor eurer Reise nochmal Kontakt mir eurer Gastfamilie auf; fragt nach der nächsten U-Bahnstation, ansonsten lauft ihr von einer weiter entfernteren Station los, weil das euch Google Maps so geraten hat...

Die Gastfamilie:

Meine Gastfamilie, oder viel eher gesagt meine Gastmutter, begrüßte mich mit offener Türe,
bot mir zunächst etwas zu Trinken an und wir setzten uns hin und sprachen über den Anreisetag und wie er soweit verlaufen war.
Dann kamen wir allerdings zum „Geschäftlichen“.
Mir wurden zwei Zettel gereicht, sowie ein Hausschlüssel.

Die beiden Zettel enthielten, wie man es sich denken kann, die Hausregeln, die während meines Aufenthalts einzuhalten waren; Das Meiste war selbstverständlich und komplett nachzuvollziehen (Ich wurde solche Regeln auch aufstellen, wenn ich einen Studenten bei mir leben lassen würde).

Für die Kosten der Unterkunft, die um die 220 Euro für 3 Wochen betrugen, kann man wirklich nicht meckern; Ich war rundum versorgt:

Entweder morgens oder abends duschen, ein Hausschlüssel, Selbstbedienung beim Frühstück (2 Scheiben Toast oder eine Schale Cornflakes), soviel Trinken wie ich während meiner Zeit „zuhause“ brauchte, jeden Abend gemeinsames warmes Essen. Samstag morgens war Waschtag.
Verlust des Hausschlüssel sind 40 Pfund, eine extra Wäsche kostet 5 Pfund.

Mein Zimmer bestand aus einem Schrank, einem Bett, einem Tisch, einem Nachttisch, besaß ein Fernseher und ein Fenster. Wifi wurde frei zur Verfügung gestellt.

Für Fragen bezüglich Tipps für das Leben in London war sie immer ansprechbar.
Wenn es darum geht, in London Geld wechseln zu müssen (falls ihr keine EC-Karte besitzt), fragt ebenfalls mal eure Gastfamilie bzw. geht generell in keine Wechselstuben an den starkbefahrenen Straßen oder in der Nähe von U-Bahnstationen.

„Kaplan International College – London: „Covent Garden“ “:

Dies war der Name der Schule, die ich für die nächsten drei Wochen besuchen würde.
Da ich an einem Samstag angekommen war, konnte ich am Sonntag um 15 Uhr die Schule aufsuchen und wurde an diesem Tag durch die Einrichtung geführt;
Die Schule selbst ist kaum zu verfehlen:
Ihr kommt aus der Station „Holborn“ hinaus, überquert die Straße zum Sainsbury Markt, geht dann neben dem Markt weiter nach oben, bis auf der entgegengesetzten Seite eine Straße reingeht.
Auf der Ecke dieser Straße befindet sich ein „Eat.“- Restaurant, also kaum zu verfehlen.

Beide Seiten dieser Seitenstraße namens „Southhampton Place“ sind voll von Gebäuden für Sprachschulen. Am Ende der Straße befindet sich der „Bloomsbury Park“.

Am Montag, dem offiziellen ersten Tag für die neu angekommen Studenten, erfahrt ihr alles Wichtige, also werde ich euch jetzt nicht alles erzählen, immerhin habt ihr für diesen Service bezahlt.

Die „sozialen Aktivitäten“, welche begünstigt von der Schule angeboten werden, sind vielfältig und interessant. Es findet sich für jedermann etwas, und sofern eure Schulstunden nicht ungünstig liegen sollten, könnt ihr direkt mit euren Mitschülern nach der Schule euch auf den Weg begeben.

Für meinen Teil habe ich allerdings kaum an diesen Attraktivitäten teilgenommen, weil ich nicht der Typ für solche Sachen bin. Ich habe am „Cowboy-BBQ“ teilgenommen, wovon ihr sicher unter diesem Bericht ein Bild von sehen werdet. Ansonsten hatten wir uns von unserem „CAE-Advanced-Kurs“ an einem Abend zum gemeinsamen Pasta-Kochen und Essen verabredet, hauptsächlich da die Italiener das englische Essen überhaupt nicht leiden konnten.

Ich kann lediglich sagen, dass das Kennenlernen meiner Mitschüler einer der Gründe war, warum der Aufenthalt noch besser geworden ist. Auch unser Lehrer Samuel Airey war ein sehr cooler Typ, welcher auf einer Ebene Unterricht geführt hat, die sowohl angenehm als auch lehrreich war.

Sonstiges:

Okay, hier kommt jetzt noch einiges, was mir so kurz vor Schluss einfällt und worauf ihr auf jedenfall achten solltet bzw. was ihr wissen solltet:

1. Engländer kochen gerne ihr Gemüse in bloßem Wasser; nicht so mein Ding.
→ sprecht also mit eurer Gastfamilie über was ihr mögt und was nicht; keiner will Essen wegwerfen
2. Vermeidet möglichst Rushhours – morgens um 8 Uhr und nachmittags um 18 Uhr begegnet ihr sonst einem Meer von Menschen in der U-Bahnstation.

3. Im Sainsbury-Markt, sowie in vielen anderen Markt-Ketten in London, gibt es den sogenannten „Meal-Deal“:
Eine Packung Sandwich aus dem Deal + Getränk aus dem Deal + eine kleine Tüte mit Obst aus dem Deal = 3 Pfund für euer Mittagessen – hat für mich immer gereicht.

Abreise:

Meine Abreise begann gegen 12 Uhr englischer Zeit, als ich für meinem Flug um 17:30 das Haus verlies. Da mir egal war, wo ich meine Zeit bis zum Flug abwartete, ging ich also schon recht früh zu U-Bahnstation. Die Tube braucht von „Blackhorse Road“ (Am Ende der Victoria Line und die nächste Station zu meiner Unterkunft) bis zum Heathrow Terminal 1 ca. 1 ½ Stunden.

Am Flughafen angekommen, sollte ihr nicht wie bei deutschen Flughäfen 1 – 1 ½ Stunden, sondern 2 Stunden früher kommen. Die Kontrollen sind dort sehr streng und beanspruchen daher mehr Zeit.

Fazit:

Ich kann mit meiner Entscheidung nicht glücklicher sein. '
Ich hatte einen schönen, gut organisierten Aufenthalt in London, habe vieles gesehen, Menschen und Kulturen, Sehenswürdigkeit und Details, die das „londoner Stadtleben“ so einzigartig machen.

Jeder, der sein Englisch verbessern will, um eventuell für sein Studium ein Exam abzulegen, sollte definitiv auf solch eine Reise gehen. Es geht nicht nur um das Lernen in der Schule, sondern auch die Erfahrung, auf eigenen Füßen zu stehen, Dinge selbst in die Hand zu nehmen und mal abseits von daheim zu leben.

Mit freundlichem Grüßen und besten Wünschen,

Phillip Hustede.

 

 

 

 

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