Erfahrungsberichte aus Vancouver

Annika Take

3 Wochen Vancouver: Natur, Shoppen und Cheesecake

Ich war super aufgeregt und konnte es immer noch nicht glauben. Ich fliege nach Kanada! Genauer gesagt drei Wochen nach Vancouver. Und das Beste daran? Ich fahre nicht alleine sondern mit einer guten Freundin. Unser Flug -zum Glück ein Non-Stop Flug- ging von Frankfurt an einem Samstagnachmittag. Leider hatten wir 3 Stunden Verspätung und so kam ich erst abends bei meiner Gastfamilie an. Eigentlich hatte ich gehofft den Tag noch genießen zu können aber so bin ich fast sofort  ins Bett gefallen. Zuerst hatte ich mich aber noch mit meiner Gastmutter unterhalten und noch etwas zu Essen bekommen.

Das Haus war riesig und ich wohnte in einem kleinen, sehr gut ausgebautem Kellerappartement. Dieses teilte ich mir mit einer japanischen Studentin. Wir hatten jeder ein Zimmer, ein Badezimmer und eine kleine Küche+ Sitzgelegenheit+ Fernseher teilten wir uns.  Ich war sehr zufrieden damit. Auch musste ich mir keine Gedanken machen das komplette Haus aufzuwecken falls ich mal etwas später Heim komme. Wir hatten einen eigenen Eingang hinten am Haus. Nachdem mir die Hausregeln erklärt wurden und wir ein bisschen SmallTalk gemacht haben fiel ich dann ins Bett und habe direkt geschlafen.

Am nächsten Morgen war ich -JetLag sei Dank- um 4 Uhr morgens wach und konnte auch nicht mehr schlafen. Als es endlich später wurde bin ich zu meiner Gastfamilie hoch gegangen und habe mich erkundigt was ich in der Gegend erkunden kann und wie ich nach Downtown komme. Dort habe ich mich dann mit meiner Freundin getroffen und wir  haben die Stadt erkundet. Schnell stand fest das Vancouver eine wunderschöne Stadt ist. Wir sind am Canada Place entlang geschlendert und natürlich haben wir auch den Weg zur Schule abgecheckt. Dieser war super einfach, da die Schule sehr zentral in Downtown liegt. Abends ging es recht früh wieder nach Hause, da der Schlaf fehlte und wir ja früh aufstehen mussten.

Am nächsten Tag gab es einen „Sonderschulplan“. Wir mussten um 8:30Uhr in der Schule sein und wurden dann mit allen Neuankömmlingen in einen Klassenraum gesetzt. Zuerst dachte ich dass die Schule doch recht klein ist weil ich nur den 2.Stock gesehen habe. Später erfuhr ich dann dass es noch 2 weitere Stockwerke gibt. Es gab eine kleine Einführung und dann haben wir Kennenlern-Spiele gespielt. So konnte man einfach ins Gespräch mit anderen kommen und hat die ersten Kontakte geknüpft. Dazu gab es Kaffee und Donuts einfach super!

Nach dem lockeren Einstieg kamen wir zum ernsteren Teil. Der Placement-Test. Mit diesem Test wurden wir in die verschiedenen Klassen eingestuft. Der Test bestand aus Hören, Lesen, Schreiben und Grammatik. Für mich war es recht einfach. Ich hatte ja auch keinen Druck so wie in der Schule zu Hause. Der Test ging ungefähr 1- 1,5 Stunden. Danach haben wir eine Stadtführung bekommen und uns wurde viel erklärt und erzählt. Mit unter wurde von den Aktivitäten berichtet die wir machen können. Für uns stand von Anfang an fest, dass wir Victoria, den Whistler und Seattle besuchen wollen. Und wie das Schicksal es wollte konnten wir all das auch unterbringen. Ich hatte leider nur 2 Wochenenden und deswegen etwas Bange ob das zeitlich alles klappt. Als wir zurück in die Schule kamen gab es noch einmal einen Vortrag über die Regeln, den Stundenplan uvm.

Uns wurde zu dem Zeitpunkt mitgeteilt, dass die Schule ihren Stundenplan umändert. Statt des normalen Vormittagsunterrichts, hatten wir jede Woche abwechselnd vormittags (8.45Uhr bis 14.15Uhr) und nachmittags (12.45Uhr-17.45Uhr)  Unterricht (30 Lektionen pro Woche). Nachdem wir uns mit den Testergebnissen und unseren neuen Klassenräumen vertraut gemacht haben konnten wir gehen. Der erste Tag Schule war vorbei 
Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten gemütlich und bei Sonnenschein zum Stanley Park wandern. Nun wurde uns endgültig klar wie schön diese Stadt ist. Auf dem Weg war ein Ort schöner als der andere und wir haben tausend Fotos gemacht (am Ende der Reise waren es tatsächlich über 1000 :D ) Überall haben Blumen geblüht und es waren immer wieder kleine Grünflächen  (und das in der  Downtown). Im Stanley Park selbst war es noch schöner. Wir haben sogar Waschbären gesehen!

Am nächsten Morgen kam ich in meine Klasse High Intermediate und lernte meine Lehrerin und Mitschüler kennen. Alle waren sehr nett und der Unterricht ging recht locker und sehr spaßig über die Bühne. Am Anfang wurde mir mitgeteilt dass wir in drei Wochen einen Test schreiben würden. Dieser würde dann entscheiden ob wir  ein Level aufsteigen oder in der Klasse bleiben. Außerdem wird dieser wohl alle 5 Wochen geschrieben. Der Unterricht verging wie im Flug. In den Pausen konnte man im 3.Stock bei Club ESL verschiedene Touren buchen. Dies taten wir auch direkt damit wir uns unsere Plätze fürs Wochenende sichern konnten. Die Mittagspause verbrachten wir anfangs in einem Food Court. Dort konnte man zwischen sehr vielen unterschiedlichen und leckeren Mahlzeiten wählen. Wir haben zwischen 6 und 10 Dollar bezahlen müssen. Da uns das auf Dauer zu viel wurde und zu Hause ein Abendessen auf uns wartete haben wir uns später nur günstige Snacks im Supermarkt gekauft.  Die restlichen Schultage verliefen recht ähnlich.

Zuerst sind wir nur zu zweit rumgelaufen, aber nach 2 Tagen haben wir einen netten Brasilianer und einen netten Spanier kennengelernt und haben zu viert die Gegend unsicher gemacht. Unter anderem haben wir den Stanley Park nochmals besucht diesmal aber mit dem Fahrrad, wir waren im Aquarium, World of Science, Lynn Valley+ Suspension Bridge, auf einem Night Market in Nord-Vancouver, Metrotown, Dr. Sun Yat-Sen Chinese Garden, auf dem Grouse Mountain uvm. Alles war wunderschön und sehr empfehlenswert.

Natürlich waren da noch die Wochenendausflüge. Zuerst war Victoria dran. Eine wirklich sehenswerte Stadt. Man konnte dort in den Butchards Garden oder direkt nach der Stadtrundfahrt durch die Stadt schlendern (natürlich konnte man das auch noch nach dem Garten. Man hatte nur weniger Zeit in der Stadt) Wir haben dort im Flying Otter den BESTEN Cheesecake (deep fried) überhaupt gegessen.
Am nächsten Tag ging es zum Whistler. Auf dem Weg dorthin haben wir den Shannon Falls besucht. Ein sehr schöner Wasserfall. Uns wurde erzählt dass dort in der Umgebung teilweise Szenen für Twilight gedreht wurden. In Whistler Village angekommen wurden wir rumgeführt (an den olympischen Ringen vorbei) und ab der Gondel hatten wir Freizeit. Ich habe meine mit Ziptrecking verbracht. Dabei handelt es sich um riesige Seilrutschen an denen man zwischen Bäumen und über Tälern rutscht. Erst war es eine Überwindung, aber nach den ersten Metern war es einfach ein Traum. Die Tour ging 2,5-3 Stunden vom Berg wieder runter ins Tal (Wandern+ Rutschen).

Der letzte Trip ging 2 Tage nach Seattle. Samstags sind wir los Richtung Premium Outlets. Wir haben uns wie im Shoppinghimmel gefühlt. Adidas, Hollister, Vans und viele andere Marken gab es dort zu super Preisen! Nach 6 Stunden Shopping ging es dann in unser Hotel in Seattle Downtown. Wir konnten zu Fuß zum Space Needle gehen und haben diesen auch direkt besichtigt. Seattle bei Nacht war traumhaft. Zum Abendessen gab es einen Burger und Pommes in einer Sportsbar. Am nächsten Tag haben wir eine Stadtführung bekommen und hatten viel Freizeit um die Stadt zu erkunden. Am Abend ging es dann wieder Richtung Vancouver.

Alles in allem waren meine drei Wochen Urlaub atemberaubend. Ich würde es jeder Zeit wieder machen, allerdings wäre mein Aufenthalt definitiv länger! In den drei Wochen konnte ich leider nicht alles sehen was ich sehen wollte. Vancouver ist einfach eine wunderschöne Stadt und hat alles zu bieten. Man kann in den Bergen wandern, Natur pur erleben, sich an Stränden bräunen, Fahrrad fahren im Park, Shoppen in der Stadt und am Meer spazieren.

Ich kann es wirklich jedem empfehlen!

 

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O Canada! Im multikulturellen Kanada kannst Du nicht nur Englisch, sondern auch Französisch lernen. Hier ist die Natur nie weit weg und ein wichtiger Teil des Lebens. Ebenso ist es mit dem Sport. Besuche während deiner Sprachreise z.B. ein Eishockeyspiel um hautnah zu erleben, wie die Kanadier "ihr Team" anfeuern. Davon wirst du noch lange etwas zu erzählen haben.

Interessiert? Dann informiere dich hier und starte dein Abenteuer!