Playa del Carmen: Wenke W.

Vor meinem Studium entschied ich mich dazu, die freie Zeit für eine 4-wöchige Sprachreise nach Mexiko zu nutzen. Als Kursort wählte ich Playa del Carmen aus, da sich dieser Ort auf der Yucatan-Halbinsel direkt am karibischen Meer natürlich auch ideal als Urlaubsort eignet. So konnte ich das eine mit dem anderen verbinden.

Die Schule überzeugt auf den ersten Blick durch ihre einzigartige Atmosphäre. Die Klassenräume sehen aus wie kleine Hütten, die zwischen Palmen und anderen exotischen Pflanzen über das Gelände verteilt liegen. Dadurch macht das Lernen gleich doppelt so viel Spaß. Außerdem gibt es einen kleinen Kiosk, in dem Quesadillas und andere mexikanische Spezialitäten angeboten werden sowie ein Volleyball-Feld, welches in der einen oder anderen Pause für eine kleine Partie genutzt wurde. Am ersten Tag wird man durch einen Spanisch-Test in den richtigen Kurs eingestuft. Die Gruppen bestehen aus zwei bis fünf Schülern aller Altersklassen. In der Schule gibt es viele Schweizer, Brasilianer, Franzosen, Australier und Kanadier, so dass die gesamte Zeit ein internationales Flair herrscht und man Freunde aus der ganzen Welt kennen lernt.

Morgens startet man mit dem Grammatikunterricht, in dem von Pronomen über Zeitformen bis hin zu den geliebten Ausnahmen alles erarbeitet und wiederholt wird. Ich selbst bin als Spanisch-Anfänger nach Mexiko gereist, was auch problemlos funktioniert hat. Am Anfang habe ich mir mit Händen und Füßen weitergeholfen und nach einiger Zeit war ich richtig stolz, als sich die ersten Lernerfolge zeigten, in dem ich z.B. mit dem Taxifahrer ein Gespräch anfangen konnte. Durch die kleinen Gruppen war es jederzeit möglich, Fragen zu stellen und es ist natürlich auch sofort aufgefallen, wenn ich mit einem Thema noch Probleme hatte. Nach der Mittagspause gab es dann einen Lehrerwechsel und der Konversationskurs begann. Hier kann man dann wirklich zeigen, was man gelernt hat und war gezwungen Spanisch zu sprechen. Während dieser Unterrichtsstunde haben wir uns über die Unterschiede der verschiedenen Länder ausgetauscht und ich war erstaunt, wie sich der Vokabelschatz nach und nach mehr ausgebaut hat.

Meine Nachmittage habe ich meistens an den traumhaften Karibikstränden Mexikos verbracht. Häufig wurde von der Schule auch ein Volleyball- oder Fußballspiel am Strand angeboten, so dass sich nach dem Unterricht eine große Gruppe von Schülern und Lehrern am Strand getroffen hat. Aber auch das Nachtleben kommt in Playa del Carmen nicht zu kurz. Als einer der Haupttouristenorte in Mexiko bietet es unzählige Bars, Restaurants und Diskotheken, die sich alle in der Quinta Avenida befinden. Langweile kommt hier sicherlich nicht auf. Jeden Mittwochabend organisiert die Schule das Café Social, bei dem alle Schüler und einige Lehrer zusammenkommen, gemeinsam etwas trinken, um auch außerhalb des Unterrichts die Spanischkenntnisse zu vertiefen.

Die nähere Umgebung bietet natürlich auch einiges an Ausflugsmöglichkeiten. Das vorgelagerte Korallenriff ist ideal für Tauchgänge, während man in Akkumal das einzigartige Erlebnis genießen kann, mit Schildkröten zu schnorcheln. Empfehlenswert ist auch ein Ausflug zu der Cancun vorgelagerten Isla Mujeres, die mit ihrem kristallklaren und türkisfarbenen Wasser den Karibikbildern aus dem Katalog in nichts nach steht. Besonders spannend waren für mich persönlich die Maya-Ruinen. Hierbei bietet sich neben Tulum und Coba natürlich Chichen Itza – eines der neuen 7 Weltwunder an. Es ist sehr interessant zu sehen, über welches Wissen die Mayas damals schon verfügten und mit welcher Genauigkeit sie ihre Pyramiden konstruierten.

Insgesamt kann ich Playa del Carmen als Kursort nur weiter empfehlen, da ein schneller Lernerfolg garantiert ist, das karibische Meer vor der Haustür liegt und man nebenbei die kulinarischen Genüsse der mexikanischen Küche genießen kann.