Anna Thünte

Hallo, ich bin Anna, 16 Jahre alt und am 02. August hieß es für mich – ab in den sonnigen Süden! Zwei Wochen Málaga standen mir bevor. Nach meinem ersten Flug in Frankfurt angekommen, haben wir uns so langsam als Gruppe zusammengefunden. iSt hatte uns vorher die Kontaktdaten unserer Mitreisenden zukommen lassen, und so hatten wir bereits einen kleinen Eindruck voneinander bekommen und haben uns auf Anhieb gut verstanden.

In Málaga angekommen, wurden wir von Fahrern zu unseren Gastfamilien gebracht. Da wir die Daten unserer Gastfamilie bereits im Vorfeld erhalten hatten, wusste ich, dass ich direkt am Strand wohnen würde.

Meine Gastmutter begrüßte mich direkt sehr herzlich und ich war vollkommen überwältigt. Viel mehr als ein „Si“ habe ich anfänglich nicht herausgebracht, was sich aber sehr bald ändern sollte.

Sie hat mir sofort mein Zimmer gezeigt und mir alles erklärt. In meiner Gastfamilie haben noch fünf andere Gastschüler gewohnt, drei davon haben Deutsch gesprochen. Mit meinen Mitbewohnern habe ich mich sehr gut verstanden und wir haben viele lustige Abende auf der Terrasse zusammen verbracht.

Meine Gastmutter hat oft typisch Spanisch gekocht und sich auch oft mit uns unterhalten. Wir haben sehr viel zusammen gelacht.

Die Schule, „La Brisa“, liegt unweit vom Strand entfernt auf einem schönen Grundstück. Im Garten stehen Palmen, und es hat eigentlich mehr etwas von Urlaub als vom typischen Schulalltag. Die Lehrer sind alle sehr freundlich und hilfsbereit.

Montagmorgen gab es direkt einen Einstufungstest, und danach, während dieser ausgewertet wurde, eine Stadtführung durch Pedregalejo. Der Einstufungstest war gewissermaßen anspruchsvoll, und in Kombination mit Nervosität war er bei mir nicht meinem aktuellen Lernstand gemäß ausgefallen. Ich wurde danach in einen Anfängerkurs gesteckt, und nachdem ich mich mit der Direktorin der Schule unterhalten habe, dass mir dieser Kurs so nichts bringen würde, durfte ich noch in einen anderen Kurs wechseln. Dort habe ich praktisch das 10. Schuljahr wiederholt, was mir sehr gut getan hat.

Der Unterricht bestand immer aus zwei Stunden Grammatik und anschließend einem ebenfalls zweistündigen Kommunikationsteil, bei dem das vorher Gelernte angewendet und gefestigt werden sollte. Der Grammatikteil war immer sehr interessant, und wir haben viele Dinge gelernt, die uns im normalen Schulunterricht so nicht erklärt / die weggelassen wurden. Der Kommunikationsteil zog sich immer ein wenig, aber wenn wir Spiele wie Tabu oder Pictionary auf Spanisch gespielt haben, war man schnell wieder munter.

Klar, dass man neben Schule und Hausaufgaben auch mal ein bisschen Zeit zum Entspannen brauchte. Nachmittags, nachdem die Hausaufgaben erledigt und die Siesta beendet waren, habe ich mich oft mit Freunden getroffen und wir sind an den Strand gegangen, um das schöne Wetter zu genießen.

Weil wir mit unseren Gasteltern vereinbart hatten, alle zu Mittag zu essen, hatten wir den Abend zu unserer freien Verfügung. Wir haben fast immer im Supermarkt eingekauft und dann am Strand gepicknickt, was unserer Meinung nach sehr viel entspannter war, als irgendwo Essen zu gehen.

Das Leben in Spanien beginnt erst gegen 9 Uhr Abends, und so hatte meine Gastmutter gar kein Problem damit, wenn ich erst spät nach Hause kam.

Die Schule bot auch viele Ausflüge und außerschulische Aktivitäten an, an denen man teilnehmen konnte. Unter der Woche waren wir Tapas essen, in einem Wasserpark mit vielen Rutschen und haben eine Bootstour gemacht, bei der wir vom Schiffsheck ins Meer gesprungen sind.

Am Wochenende gab es auch Tagesausflüge, beispielsweise nach Ronda und Cádiz. Ich persönlich war in Cádiz, und kann es wirklich sehr empfehlen. Wir konnten uns zwischen einer Stadtführung und dem „Auf-eigene-Faust-Erkunden“ entscheiden, und zusammen mit drei Freundinnen sind wir einfach so losgezogen, und haben sehr viel Interessantes gesehen.

Zwei Wochen sind viel zu kurz, und meine Sprachreise verging wie im Flug. Ich habe sehr viele neue Erfahrungen und Eindrücke sammeln können, mein Spanisch hat sich enorm verbessert und ich habe gute Freunde gefunden.

Ehe ich mich versah, saß ich schon wieder im Flugzeug Richtung München, und wurde drei Stunden später von meiner Familie in die Arme geschlossen.

Ich kann eine Sprachreise nur empfehlen, gerade wenn man Probleme mit dem Sprechen an sich hat. Es hat mich sehr viel weiter gebracht und Spanisch zu sprechen ist jetzt überhaupt kein Problem mehr für mich.

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