Erfahrungsberichte aus Nerja

Hanna Noack

Schon immer wollte ich Spanisch lernen und die schöne Kultur des Landes kennen lernen. Also recherchierte ich im Internet und stieß auf die iSt-Sprachreisen. Diese sprachen mich sofort an, weil sie zum einen ein breites Angebot hatten, und zum anderen auch Reisen für Jugendliche unter 18 – wie mich – anbieten. Ich besprach alles mit meiner Mutter und wir buchten eine zweiwöchige Spanien-Sprachreise. Da ich noch zur Schule gehe, nutzte ich dafür meine zwei Wochen Pfingstferien.

Nachdem alles geregelt war, konnte ich es kaum erwarten! Meine Vorfreude stieg von Tag zu Tag. In meinem Kalender zeichnete ich einen Countdown ein und jeder Tag, der verstrich, wurde mit einem Kreuz und einem breiten Grinsen abgehakt.
Da ich noch nie zuvor eine Sprachreise gemacht hatte, war ich aber auch etwas aufgeregt und nervös, da ich nicht wusste, was auf mich zukommt.

Einige Wochen vor meinem Abflug bekam ich dann die Unterlagen meiner Gastfamilie und das erste, was ich dachte, war: „Wow, wie toll!“ - das beigelegte Foto zeigte ein Ehepaar im Alter meiner eigenen Eltern und ihren Sohn in meinem Alter. Sie sahen sehr nett aus und auch die Beschreibung klang interessant und sprach mir sehr zu.
Das nahm mir meine Angst vor dem Unbekannten.

Jetzt, da ich wusste, wer mich erwartete, wuchsen meine Aufregung und Vorfreude noch schneller. Schließlich war es soweit: Ich war zig Male durchgegangen, ob ich auch wirklich alles eingepackt und nichts vergessen hatte. Die Nacht vor dem Abflug schlief ich nur wenig; ich war einfach viel zu aufgeregt.

Dann ging es endlich los. Sonntagmorgen um drei Uhr fuhr meine Mutter mich zum Flughafen. Meine Ungeduld stieg von Sekunde zu Sekunde. Ständig schaute ich auf die Uhr, aber an diesem Tag verging die Zeit im Gegenteil zu den letzten Wochen verdammt schnell. Kaum hatte ich mich verabschiedet, saß ich auch schon im Flieger: Kein Zurück mehr!

Als ich in Málaga ankam, platzte ich fast vor Aufregung! Ich fand meinen Fahrer von iSt, der am Ausgang mit meinem Namensschild wartete und mich nach Nerja, meinem Zielort, fuhr. Die einstündige Fahrt kam mir viel zu kurz vor. Die ganze Zeit unterhielt ich mich mit dem Autofahrer – da ich noch kein Spanisch konnte eben auf Englisch. Er erzählte mir von Spanien, Nerja, anderen Städten und der spanischen Kultur. Ich hörte interessiert zu, während ich gebannt die wunderschöne Landschaft aus dem Fenster verfolgte. Mediterrane Häuser der Städte und Dörfer wechselten sich mit Plantagen ab. Zwischen den Palmen blitzte immer wieder das Meer durch. Ah, ich konnte es kaum erwarten!

Die vielen kleinen Straßen, Restaurants, Häuser und Gärten, die sich schließlich vor mir erstreckten, zeigten Nerja genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte – typisch spanisch eben! Klein, verwinkelt und südländisch. Obstständen, die bis auf die Straße hinausgebaut waren, Palmen, wohin das Auge reichte, und unausgebaute Seitenstraßen. Das war das, was mir gefällt! Fenstern und Türen der wunderschönen, alten Häuser standen teilweise offen – man war nur eben schnell beim Nachbarn – und das gab mir sofort das Gefühl, hier willkommen zu sein.
Dazu schien die Sonne bei 22 Grad und ich glaubte, der Tag könnte nicht besser werden – Getäuscht!
Kaum hatte mein Fahrer mein Gepäck ausgeladen, schloss meine Gastfamilie mich auch schon in die Arme. Auch wenn ich kein Wort verstand, konnten wir uns irgendwie verständigen. Mit Mimik und Gestik erklärte ich, dass ich nur Englisch und Französisch spreche, aber das war unwichtig. Sie waren sehr aufgeschlossen, nett und fürsorglich. Ich wurde sofort gefragt, ob ich Hunger habe, bekam mein eigenes Zimmer und mein eigenes Bad und wurde erst mal durchs Haus geführt.

Am Nachmittag zeigte mir der Sohn, der etwas Englisch sprach, die Stadt, mit allem drum und dran – Sportplatz, Strand, Cafés, Geschäfte, Clubs, Bars, Schule und den Balcón de Europa. Erschöpft, aber rundum zufrieden, fiel ich schließlich ins Bett.

Am nächsten Morgen begann dann auch gleich der Spanischunterricht. Die Schule war wunderschön! Die Klassenräume waren groß und schön eingerichtet, der Garten mit bunten Blumen und Palmen bepflanzt, an einer kleinen Bar wurde Kaffee und Süßes verkauft und auf weißen bequemen Gartenstühlen ließ sich in den Pausen die Sonne genießen.

Der Unterricht war anspruchsvoll (wir wollten ja auch was lernen), aber nicht zu schwer. Morgens wiederholten wir den Stoff des Vortages und begannen mit dem neuen Kapitel, nach der Pause wurde dann der neue Stoff geübt, mit dem alten verknüpft und jede Menge dieser schönen Sprache gesprochen – im Garten bei strahlender Sonne.
Meine Gruppe bestand aus drei weiteren Schülern – ebenfalls Anfänger. Unsere beiden Lehrer waren sehr nett und geduldig. Während der Stunde wurde nur Spanisch gesprochen. Auch Fragen und Erklären wurden versucht, auf Spanisch zu formulieren, nur in größter Not wurde zu Englisch „geswitcht“. Das half extrem, die neue Sprache zu verinnerlichen und man lernte einfacher.

In der Pause füllten viele verschiedene Sprachen die frische Luft im Garten. Jeder unterhielt sich mit jedem; dabei war es ganz egal, welcher Nation man angehörte. Das war eine der schönsten Erfahrungen in meinem Leben! Sich einfach in so vielen verschiedenen Sprachen zu unterhalten – Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und viele mehr. Auch wenn man eine Sprache nicht perfekt beherrschte, kam man immer irgendwie mit seinem Gegenüber zurecht. Irgendwie fand man immer die Möglichkeit, sich gegenseitig zu verstehen.
Die erste Woche meines Aufenthaltes brauchte ich zum Eingewöhnen, aber meine Gastfamilie, die iSt-Mitarbeiter, die Lehrer und die anderen Schüler trugen dazu bei, dass man sich sehr schnell wohl fühlte.

Anfangs fand ich es sehr schwierig, mit meiner Gastfamilie zu kommunizieren, aber mit Mimik, Gestik, ein paar Brocken Englisch und ein bisschen Spanisch klappte es von Tag zu Tag besser. Bereits nach drei Tagen merkte ich, welche Fortschritte ich machte! Wo ich anfangs am Essenstisch nur „Hola“ herausbrachte, konnte ich kurz darauf schon Dinge wie „was gibt es zum Essen?“ fragen oder sagen, dass ich jetzt an den Strand gehe. In der zweiten Woche konnte ich dann bereits Gespräche auf Spanisch mit meiner Gastfamilie führen, einkaufen gehen und meiner Gastmutter beim Kochen helfen. Ich unternahm auch viel mit den anderen iSt-Teilnehmern und nahm an der Maskenfeier teil, die wie andere Aktionen von der Schule organisiert wurde.

Außerhalb des Unterrichts war ich fast die ganze Zeit unterwegs – am Strand, beim Shoppen, beim Essen oder einfach nur auf dem Weg zum wunderschönen Ausblick, den der Balcón de Europa bot. Ich habe viele neue Leute kennen gelernt, mit denen ich bis jetzt Kontakt halte.

Auch mit meiner Gastfamilie stehe ich noch in Kontakt, denn ich habe sie im Laufe der zwei Wochen richtig in mein Herz geschlossen und kann es immer noch nicht glauben, was sie alles für mich getan haben! Durch sie habe ich auch einen intensiven Einblick in das Leben und die Sitten der Spanier erhalten. Es gibt so vieles, was anders ist als bei uns (glaubt man zuerst nicht, weil Spanien ja gar nicht so weit weg ist) und es ist toll, dass ich das alles kennen lernen durfte.

Nerja ist eine tolle Stadt, in der es viel zu entdecken gibt. Der schöne Strand und die netten Leute haben mir sehr gut gefallen.
Es war einfach eine unbeschreiblich schöne Zeit, die ich nie vergessen werde! Ich war so überrascht davon, wie schnell ich die Sprache in mich aufnahm, alleine durch den guten Unterricht und die Unterbringung in einer spanischen Familie, wo mir nichts anderes übrig blieb, als einfach los zu sprechen.

Es war ein unglaubliches Erlebnis und ich würde es auf der Stelle wiederholen!

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