Sydney: Anna-Sophie Holdorf

Nach meinem Abi ging es Mitte September für drei Monate in die weite Welt. Das Ziel: Australien und Neuseeland!

Im Rahmen meiner Reise war ich für vier Wochen in Sydney, wo ich einen Sprachkurs gemacht und in einer Gastfamilie gewohnt habe.

Gewohnt habe ich nicht direkt in Sydney, sondern in Wahroonga, einem nördlichen Vorort. Dort ist es ruhig und grün und echt schön. Einziger Haken: Ich brauchte etwa 70 min bis in die Stadt, erst Bus und dann Zug, und mein letzter Bus abends fuhr um halb elf, bis Mitternacht hat mich meine Gastmutter vom Bahnhof abgeholt. Das hieß: Wann immer ich länger als bis elf in Sydney bleiben wollte, musste ich ein Taxi nehmen. Als Hostelbewohner/in hatte man diese Probleme nicht, da alle Hostels zentral in der Stadt lagen und ohne Probleme zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln die ganze Nacht über zu erreichen waren.

Ansonsten habe ich mein "Zuhause" geliebt. Ich hatte mein eigenes Zimmer mit Schreibtisch, zwei Betten und einem riesigen Schrank mit Spiegelwand. Ach ja, und ich hatte sogar mein eigenes Badezimmer.

Meine Gastmutter, eine etwa 60-jährige Frau, war wirklich einmalig. Sie hat gut gekocht und ihre Tochter mit ihrem Mann und den drei Kindern Jasmine (11), Will (7) und Lily (4) wohnte nur fünf Minuten mit dem Auto von uns weg. Dort war ich häufiger zum Abendessen eingeladen.

Trotz der nicht ganz optimalen Verkehrsanbindung würde ich, wenn ich nach Sydney zurückkäme, sofort wieder bei meiner Gastmutter wohnen. Sie hat mir geholfen, wo sie konnte, war total interessiert und hat mir so eine wunderschöne Zeit bereitet! Außerdem ist ein Gastfamilienaufenthalt definitiv die beste Möglichkeit, um die australische Kultur kennenzulernen. Ich muss übrigens sagen, dass ich selten so freundliche Menschen kennengelernt habe wie die Australier. Die Menschen sind so hilfsbereit. Wenn man z.B. irgendwo mit einem Stadtplan steht, kommen sofort mindestens drei Leute und fragen, ob sie einem weiterhelfen können.

Jeden Morgen von montags bis freitags hatte ich Sprachunterricht, immer von halb neun bis viertel vor zwölf. Der Unterricht hat mir gut gefallen, die Klasse war nett, die Lehrerin auch und der Unterricht war größtenteils recht interessant. Insgesamt muss ich aber sagen, dass ich relativ wenig gelernt habe, obwohl ich im Advanced Level, also dem höchsten Level, war. Ich hatte neun Jahre Englisch in der Schule, in der Oberstufe sogar auf Leistungskursniveau, und von daher war es relativ einfach. Da ich den Sprachkurs aber sowieso hauptsächlich gemacht habe, um Leute kennenzulernen, war das Ganze für mich kein Problem. Und keine Angst: Für alle, die planen, einen richtigen Lernerfolg aus dem Unterricht zu ziehen, gibt es auch Business-Englisch, sowie Cambridge- und Ielts-Kurse.

Die Nachmittage und Abende habe ich mit den Leuten verbracht, die ich im College kennengelernt habe, meistens waren wir eine Gruppe aus Deutschen und Spaniern... Die Leute waren alle echt cool und ich habe zu vielen immer noch Kontakt, der hoffentlich auch bestehen bleibt!

Was haben wir immer so gemacht? Ganz verschieden: Häufig waren wir irgendwo an einem Strand (da hat man in Sydney nämlich eine gute Auswahl ;) ), wir waren in den Blue Mountains (ein wirklich toller Ausflug, der vom College organisiert wurde) und wir haben uns Sydney angeguckt. Auf jeden Fall wird einem in Sydney nie langweilig, es gibt so viel zu sehen, so viel zu machen und die Stadt ist einfach großartig. Wenn Sydney nicht so weit von zu Hause weg wäre und die Flüge nicht so unglaublich teuer wären, würde ich sofort anfangen, dort zu studieren.

Wie ihr seht, hatte ich also eine wirklich unglaublich schöne Zeit in Sydney. Es hat einfach alles gepasst, die Leute waren klasse, meine Gastmutter war unglaublich lieb, interessiert und ich habe mich wirklich wie zu Hause gefühlt. Und wie gesagt: Die Stadt ist sowieso der Hammer!

Also, nichts wie los, packt eure Sachen und auf gehts nach Sydney!

Ich wünsche euch auf jeden Fall ganz viel Spaß und hoffe, ihr habt eine genauso schöne Zeit wie ich!